Auch der simpelste Gedanke kann dem schlicht genial scheinen, dem dieser ein Ersterlebnis ist.

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Dies vorab allen jenen in das Stammbuch geschrieben, die immer schon alles wissen, abgeklärt sind oder, mit höchstem Spezialwissen ausgerüstet, sich dem Simplen verweigern.

„Cicero“, Das Magazin für politische Kultur hat in seiner Februarausgabe wieder viele, sehr viele heterogene Beiträge zusammengefasst, die gerade durch die Zusammenschau der Unterschiedlichkeit ein geschlossenes Bild geben und beinahe die übliche Tagesberichterstattung blinder Lächerlichkeit preisgeben.
Das Heft ist für 8,00 Euro am Kiosk zu haben und ein Jahresabonnement wäre für  nur 84 zu haben.
(Wäre man nicht auf die Termine regionaler Müllabfuhr so angewiesen, könnte man in die Versuchung kommen, Hunderte Euro und viele Stunden für andere Medien einzusparen)

Merkwürdig ist es schon, wie jenseits der ausgetrampelten Pfade allmeinen Gehechels von Journalismus, Politik und Fachgutachterei eine stimmige Analyse vom derzeitigen gesellschaftlichen Seinszustand geliefert werden kann, der nicht nur eine Kontinuität vom Gestern ins denkbare Morgen mit liefert, sondern zugleich wirtschaftliche Perspektiven eröffnet.

Der Prager Außenminister, Günter Kunert, das Siechtum deutscher Volksparteien, Moskau und Ägyptische Kopten, amerikanische Public Relation in deutscher Politik, Rabattmarken und Neoliberalismus, Betriebsräte und „Fox News“ und die Sehnsucht nach der „guten alten Zeit“. BKA und Reformen, Integrationsdebatten und die  französische „Front National“. Pro Marktwirtschaft und wider sinnlose Wettbewerbe. Wie macht Wirtschaft Politik und wo hat die Politik keinen Dunst von Wirtschaft. Über die Tragkraft der Saudis. Was wird sein?
Nicht in hundert Jahren, sondern nächsten Monat Montag früh!
Und warum hängt das Schicksal Europas nicht vom Euro ab?

Viele Beiträge von vielen Autoren, die zuerst einmal für sich selber stehen. Und dann verwoben im Kopf des Lesers weit mehr erklären, als den Autoren vielleicht bewusst war oder diesen gar wiedersprechen.

Gunnar Heinson hat mit seinem Artikel mir die Gewissheit gestärkt, dass das „amerikanische Jahrhundert“ dem „chinesischen Jahrhundert“ die Pforten geöffnet hat und warum dies so ist, Obwohl er ganz ausschließlich von Europa spricht.
Bei ihm sintert sich  die wirtschaftliche Glorie des geeinten Europa zur schlichten Erkenntnis, Europa ist in allen wesentlichen Belangen ein der Not gehorchendes, widerwilliges „Sozialhilfebündnis“, nur getragen von der Verlustangst. Hoffnungsfrohe  Zukunftsvisionen verdorren angesichts des Primats der Risikovermeidung. Es gibt nichts mehr zuzusetzen. Das Wagniskapital ist aufgebraucht. Saatgut wird nicht vermahlen.

Er gibt einfach einen kurzen Abriss europäischer Geburtenentwicklung und zeigt, was wann möglich war und was passierte. Wirtschaftliche, politische, kulturelle, soziale und psychologische Koordinaten ergeben sich ebenso zwangsläufig, wie sich weiterführende Fragen aufdrängen.
Klar, es macht keinen Sinn, für den Familienerhalt das einzige Kind zu opfern.
Unklar ist aber, ob es denn Sinn macht, die Bevölkerung Europas von 50  Millionen (um 1450) auf 500 Millionen (1916) und 700 Millionen (heute) moch immer weiter zu steigern, auch wenn man der schieren Übermacht außereuropäischer Bevölkerungsentwicklung  nichts entgegenzusetzen hat. Wäre Europa ohne die Kriegsverluste und der Geburtenarmut heute mit 1,4 Milliarden Menschen wirklich besser dran?
Neidvoll wird auf das fast pubertäre Durchschnittsalter der Bevölkerung in anderen Weltgegenden geschaut und das „Seniorenheim Europa“ bejammert, und dabei schlicht ausgeblendet, dass hier wie dort eigentlich niemand wirklich jung sterben will und auch wird nicht bedacht, sollten die Milliarden heutiger Twens in 50 Jahren noch lebendig sein, wovon denn die Billionen von Menschen ernährt werden sollen, sollte dereinst das Durchschnittsalter immer noch unter 30 liegen….

Mit Ernährung meine ich natürlich Lebensmittel und nicht irgendein Finanzeinkommen!

So betrachtet, braucht sich Europa nicht zu ängstigen, irgendeinen Anschluss zu verlieren, sondern könnte sich als Pionier für künftige globale Entwicklungen begreifen. Solange natürlich jegliches Wachstum als Quantität und nicht als Qualität begriffen wird, liegen die Zukunftsmärkte außerhalb Europas.

Gastbeitrag: Zufriedene Mitarbeiter, zufriedene Kunden

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Das Personalmagazin berichtet in Ausgabe 2/2011 über die Team Steffen AG. Das  1983 gegründete Ein-Mann-Handwerksunternehmen entwickelte sich zu einem Komplettanbieter rund um Wärmetechnik, Badinstallation sowie  zum Systemberater, Seminar- und Trainingsanbieter mit 62 Mitarbeitern. Wie war diese Erfolgsgeschichte möglich?

Rolf Steffen vertritt die Auffassung: “Nur mit zufriedenen Mitarbeitern kann ein Unternehmen erfolgreich Kunden gewinnen.“ Die Mitarbeiterzufriedenheit macht er an 3 Kriterien fest:

-          Die Tätigkeit muss Freude bereiten.

-          Das soziale Umfeld muss stimmen, der Mitarbeiter muss
Anerkennung finden und  seine Ideen umsetzen  können.

-          Der Mitarbeiter muss ein angemessenes Einkommen erzielen.

Aus diesen Überlegungen leitete Rolf Steffen eine Reihe von Maßnahmen ab.

Um die Mitarbeiter am Erfolg zu beteiligen wurde eine Gewinnbeteiligung für die Mitarbeiter eingeführt. 20 Prozent des Unternehmensgewinns werden dafür verwendet. Damit eine solche Maßnahme tatsächlich motivierend wirken konnte, mussten die Mitarbeiter die Zahlen des Unternehmens und ihren eigenen Einfluss darauf verstehen. Sie erhielten eine betriebswirtschaftliche Schulung. Anschließend wurde das sogenannte „ZDF-Frühstück“ eingeführt. 50 Mitarbeiter treffen sich einmal im Monat kurz nach 6 Uhr. Die Mitarbeiter stellen dafür eine Stunde Freizeit zur Verfügung, das Unternehmen revanchiert sich mit einem guten Frühstück. Unternehmenschef Rolf Steffen klärt die Mitarbeiter über Zahlen, Daten und Fakten („ZDF“) der Firma auf. Vorbereitete Excel-Sheets wird man dabei vermissen. Die Mitarbeiter tragen die Zahlen selbst in ein Whiteboard ein. Dabei geht es nicht nur um Umsatz und Kosten sondern auch um operative Kennzahlen wie die Anzahl der Angebote, Aufträge und Reklamationen oder die Krankenquote.

Darüber hinaus strebt  das Unternehmen größtmögliche Offenheit und Transparenz in allen Bereichen an, was letztlich auch dem Kunden zu Gute kommt.  Kundendiensttermine und Lagerbestand sind für alle einsehbar, so dass in vielen Fällen ein fester Kundentermin schon beim ersten Kontakt zugesagt werden kann.

Darüber hinaus unterstützt das Unternehmen die Mitarbeiter in ihrer beruflichen Weiterentwicklung. So wird z. B. die Weiterbildung zum Meister gefördert und. Z.T. vom Unternehmen finanziert. Mit dem Leistungs-Center-Modell bietet das Unternehmen eine Art „Selbständigkeit mit Fangnetz“.

Interessiert? Das Personalmagazin können sie unter www.corporatebokstore.de als Einzelheft oder im Abonnement bestellen. Probehefte älterer Ausgaben des Personalmagazins können Sie abrufen unter: http://www.corporatebookstore.de/newsletter/kostenlosezeitschriften.html

und bekennt einfach mal so…

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Wir leben in Deutschland immer von allem so weit weg, dass eigentlich nichts wirklich passiert (uns!) und höchstens als intellektuelle Übung reflektiert werden kann?
Und wir leben in Deutschland in so klar und fortschrittlich organisierten, effizient gestalteten Arbeitsteilungen, dass jeder einen überschaubaren Verantwortungsbereich hat, dass er in diesem sich einer unanfechtbaren Kompetenz sicher ist und außerhalb diesem nur bedingt mitreden kann?
Und deshalb sollen wir denen die Entscheidung überlassen, die was davon verstehen?

Aha. Zur Anmerkung:

Ich stehe einer wirtschaftlichen Nutzung der Atomkraft sehr aufgeschlossen gegenüber, trotz der belächelten halbherzigen gesetzlichen Unsinnigkeiten. *

Ich bin aber strikt dagegen, dass ein stillgelegtes, bejahrtes und veraltetes Atomkraftwerk mal so eben wieder in Betrieb genommen wird. Und bei mehreren sowieso.
ich fürchte, im Ereignisfall wohne ich dann doch nicht weit genug weg.

Und eines wußte ich sowieso schon von meiner Urgroßmutter her und mußte nicht durch kürzliche Modeliteratur erinnert werden…

Unverhofft kommt oft. Niemand kennt die Zukunft. Das Schicksal ist eigensinnig. und shit happens…
Und eines auch:
Noch niemals hat eine 100%ige Garantie nicht versagt.
Das wäre ja auch die unendliche Verlängerung des täglichen Wunder!

Aber zum Glück geht uns das alles nichts an:
- jetzt nicht, weil sich andere eine Platte darüber machen müssen… (ich will nichts darüber wissen und das wissen die Zuständigen)
- später nicht, weil es dann für uns nicht mehr von Bedeutung wäre…

2011

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Der guten Sitte halber wünscht man allen ja ein Gesundes Neues Jahr.  Oder auch zwei.
Und täglich einen guten Morgen.
Der guten Sitte wegen eben jedem – auch wenn man ihn nicht kennt. Ganz okzidental sogar den eigenen Feinden.
Danach gilt:
Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben… oder auch: Unverhofft kommt oft!
Freunde will man beeindrucken, Fremde für sich einnehmen und Feinde niederringen. Dabei kann man sich schon mal verbal selbst verlieren. Jedermans Darling hat eben eine schwere Last zu tragen. Da muß man sich nicht auch noch sich selber aufbürden. Würde wohl unerträglich werden.
tragen. betragen. ertragen. Ertrag.
Ziel jeden Investments.

Worum es gar nicht geht, höchstens auch:

Assaf Gavron, ein im Heimatland hochgeschätzter Autor, hat uns einen Roman geschenkt, der dieses “höchstens auch” ganz spannend zur Schau stellt. Kriminalroman, Liebesgeschichte, ökologische Mahnung, Zukunftsvision, Hoffnungsverheißung, Lebensfreude, Optimismus
Alles auch.
Kann man lesen, empfehle ich sogar ausdrücklich, ist durchaus spannend.

Lesen soll ja auch Bilden angeblich. Gut, eben auch, – wer wollte dem widersprechen?
Auch, weil Lesen zu wichten ist. Belesenheit, Resultat  vergangenen Tuns, wird allerorten hoch geschätzt. Lesen, als aktuelle Beschäftigung, hat aber schon den leichten Ruch des Müßiggangs und der Verschwendung. Schließlich gibt es Wichtigeres zu tun und Zeit ist immer knapp, die bleibt nicht für sinnenfrohes Lesen, später mal vielleicht, jetzt sind Notwendigkeiten vordergründig. Wenn heute gelesen wird, dann allemal um Wissen aufzunehmen, Informationen zu sammeln und ganz und gar professionell am Ball zu bleiben. Man muß Geld verdienen.

Auch, sage ich. Auch deshalb, weil man sich das Leben eben leisten können muß. Erst kommt das Fressen und dann die Moral! Wenn sie denn kommt.
Dass die “Moral” überhaupt kommen kann, sozusagen danach, nach den unabdingbaren Wichtigkeiten, braucht es einiger Voraussetzungen, einiger Hilfen und weiterer Anstrengungen.

Man kann eben sein Wissen durch learning by doing erwerben, oder durch zielgerichtetes Lernen, durch eigene oder gelernte fremde Erfahrung. Für jedweden professionellen Werdegang leuchtet dies ein, weil von meßbarem Nutzen begleitet – aber für das banale Sein, für die Freizeit? Wo soll da ein Nutzen sein?
Entweder mir macht etwas Spaß und ich kann es mir leisten oder eben nicht. stimmts?

Auch. nur auch.

Ich will niemanden vor den Kopf stoßen. ( Die Gefahr ist ja auch gering.)
Wenn jemand dies liest (welche Zeitverschwendung!), nehm ich denjenigen mal als 50 %, denn bemerken ist ja noch nicht lesen. Von den 50% nimmt sich höchstens die Hälfte vor, mal drüber nachzudenken (auch so ein Müßiggang) und davon schafft es dann höchstens ein Fünftel, dies auch zu tun (die Welt ist so von fordernder Ablenkung!) Ca. die Hälfte vom Drittel, die dann auch noch der Empfehlung folgen, betrachten dies dann nicht so als ihr persönliches Ding und vom Rest scheitern 90% daran, dass das vielleicht Interessante nicht sofort greibbar ist und von den immer noch nicht Entmutigten kann oder will ein gut Teil für einen Verdacht nicht wirklich Geld aufwenden. Höchstens jeder zehnte. Und Haben ist immer noch nicht Lesen. Jeder hat wohl sowieso eine Sammlung Ungelesenes parat  und Zeit ist immer knapp und die richtige Stimmung muss man auch haben. Ein Drittel versucht es und zwei Drittel scheitern.
Und dann war es vielleicht doch nicht so toll. Und dieses “Besondere”, von dem der Typ damals sprach, ist auch nirgends zu entdecken! Und nur einer, ein einziger, freut sich über den Tipp und empfiehlt es weiter…

Diesen einen will ich nicht vor den Kopf stoßen, indem ich so platt herausposaune, worum es eigentlich geht.
Empfehlen will ich das Buch aber allen.

Schon damit es den einen überhaupt gibt. Denn, wenn ich so durchrechne, ist der verbliebene Glückliche jenseits der Promillegrenze des erreichbaren Potentials. Was zwar erklärlich macht, warum zig Millionen Bücher erst mal produziert werden müssen, aber ratlos macht, bedenkt man die tatsächlich gehandelten Exemplare. Die Welt steckt eben voller Wunder!

Assaf Gavron; Hydromania, Luchterhand. ISBN 9783630621562