Was ist eigentlich Basisdemokratie?
Apr 15
Allgemein, Demokratie und Recht, Gesellschaft No Comments
Auch das wäre doch eigentlich einer eigenen Erörterung wert.
Im letzten Artikel direkt befragt, sage ich mal…
wenn man von “basisdemokratisch” das Demokratische wegläßt, braucht man sich nur um die Basis zu kümmern… Eine Basis (lat. basis = Sockel; von griechisch βάσις básis = Fuß, Grundlage, Fundament) ist im Bauwesen der unterste Bauteil
So schon wieder am Endpunkt müssen wir für eine Erklärung doch wieder das Gesellschaftliche hinzufügen. Muß ja nicht unbedingt demokratiebehaftet sein.
Ganz ähnlich den ganz anderen Rätselratern
http://de.answers.yahoo.com/question/index?qid=20110307092514AAcllLW
benutze ich gern das Bild der Gesellschaftspyramide, da wäre ein hierarchische Ordnung erkennbar.
(Alterstechnisch sieht man heute eher das Bild eines Pilzes als das einer Pyramide für die Gesellschaft, doch der Pilz berücksichtigt eben nur das Alter und fußt auf sehr kleiner Basis)
Für Belange der Kompetenz wäre die Pyramide geradezu ideal. Auf der Basis eines soliden Grundes bauen sich verschlankend Fach- und Spezialkenntnisse auf und falls die Spitze nicht verschlissen ist, wär oben und einsam das rare Genie zu finden.
Wenn Demokratie auf Mehrheitsverhältnisse abzielt, wäre die Mehrheit in einer Wissenspyramide zweifelsfrei in Basisnähe und damit auf der Stufe relativer Inkompetenz zu finden.
Es geht immer darum, dass ein Vielleicht-Wissender es schafft, eine Mehrheit von denen an sich zu binden, die ihn eigentlich nicht verstehen könnten, da zu jedweder Sache die Verständigen rarer sind, als es die weniger wissende Mehrheit an der Basis.
Dafür wurde ja die Berufsgruppe der Politiker geschaffen, gleich den Werbern an der unscheinbaren Tür eines Striplokals, dass sie das Unbekannte (hier eben das Unverstehbare) ganz populär lockend und von noch unerfüllten Sehnsüchten getragen zu einer überzeugten Mehrheit verhelfen.
Und weil immer die rekrutierte Mehrheit von der Basis der bestimmende Entscheidungsfaktor ist, kann und muß von Basisdemokratie gesprochen werden.
Andere Demokratieformen werden unterschieden, z.B.
die Altgriechische (nur die Minderheit der Vollbürger zugelassen) oder
die römische Finanzdemokratie (wahlberechtigt ab Mindestvermögen) oder
die Amerikanische (wo von der Mehrheit nur nicht haftende Stellvertreter für die Wahl bestimmt werden),
die Aristokratische (siehe Wahlkönigtum) oder
die Delegiertendemokratie.
Was hat das alles mit Demos zu tun? Nun, man hat immer zwischen Volk und Pöbel unterschieden und jede Herrschaftsform behauptet ja, dem Volk zu Guten zu verhelfen….
Wenn die Erklärung nicht reicht, kann ich es auch anders formulieren:
Basisdemokratie liegt immer dann vor, wenn sich eine Mehrheit nicht verständig für eine Sache entscheidet, sondern gefühlsmäßig einer Person oder Personengruppe folgt.
“gefällt mir” heißt es neuerdings überall….
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Genau deshalb scheinen wir ja im Übergang zu einer anderen Gesllschaftsform befindlich zu sein, einer, wo richtig oder falsch, gut oder schlecht nicht mehr bedeutungstragend sind und auch die Unterscheidung von gelungen oder weniger gelungen zunehmend unerheblich wird, wo nur eines zählt: das Gefühl des SEINS.
ich meine die Schwarmgesellschaft, aber darüber habe ich mich ja schon oft ausgelassen:
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