Auch Optimismus kann ängstigen, sehr sogar
Aug 31
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„Krank und Allein“ heißt der Artikel im „Zeit Magazin“ September. Jedes einzelne ist schon schlimm, die Kombination sicher schrecklich. Zumal es im Artikel um Kinder geht.
Und dann steht da ein harmloser Satz:
„Etwa jedes vierte Kind in Deutschland zeigt psychische Auffälligkeiten, vor 10 Jahren war es nur jedes fünfte.“
Um den Schock zu verdauen, kann man ruhig mal flapsen und unter Eltern versichern, dies sei ja an jeder Schulklasse erkennbar, 20 Prozent haben eine Macke, den Lehrer nicht mitgerechnet. Der Wahnsinn lauert überall.
Dann zeigt sich der Artikel optimistisch und versichert, vielen könne geholfen werden und die Behandlungsmöglichkeiten werden immer besser, die Erkenntnisse auch – lediglich an Geld und Fachkräften fehle es noch.
Was im Artikel nicht auftaucht, wäre die Frage, warum in 10 Jahren die Zahl der betroffenen Kinder um 25 % gewachsen ist. Und damit sind auch insgesamt nun 25% aller Kinder betroffen.
Dieses „Warum“ ist nicht beantwortet mit den wachsenden Erkenntnissen über die Mechanismen und Präferenzen für eine psychische Erkrankung oder irgendwelche erblichen Belastungen. All dies ist sicher wichtig – war aber vermutlich schon immer so gegeben.
Neu ist doch: Die tatsächlichen Krankheitsfälle nehmen zu! Warum?
Oder klarsichtiger formuliert:
Die Zahl der Gesunden nimmt rapide ab.
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Aug 31, 2011 @ 16:52:51
Ein letzter Trost: Wenn erst alle eine Macke haben, fällt das niemandem mehr auf.
Problem gelöst!