ohne Worte!
Okt 31
nett sein.
… auf corporatebookstore.de
Okt 24
Allgemein, Selbstbetrachtungen No Comments
Der Beginn und der Erhalt jeder Gemeinsamkeit wurzelt darin, dass man miteinander redet.
Wer nichts zerreden will, sollte genau damit anfangen.
Obacht, miteinander ist wesensverschieden von zueinander.
Okt 20
Allgemein, Gesellschaft No Comments
Der Mensch an sich ist so. schon immer gewesen. Die Flohmärkte jeder Couleur gedeihen.
Wie man etwas kauft, was man nicht braucht, aber haben will, kann man sich Gedanken aufschreiben, die man ja schon im Hirn hatte. Warum ist so?
Dieses Sammeln folgt ganz sicher zwei sich ergänzenden Sichtweisen. Erstens gibt es den Vollständigkeitsfanatiker und zweitens den Blütenleser. Der eine ist Dokumentarist und der andere ein Ästhet. Beide schaffen damit einen Wert, an dem sie sich orientieren und damit gleichzeitig den Wert des anderen entwerten.
Dabei gehören Prozess und Ergebnis zusammen. Die kann es nur zusammen geben. Ohne Ergebnis verliert sich jedes Tun in der Erinnerung (Die Dampfmaschine des Heron von Alexandria) und ohne Entwicklungskunde staunt man wissensfrei (Schatz des Priamos).
„Aus Erfahrung gut“ hieß mal ein Werbeslogan. Auch das kann schief gehen, wie die „Allgemeine Electricitätsgesellschaft“ zeigte. Erfahrung ist die Kenntnis des Weges zum gewünschten Ziel.
Aber man kann eben nie wissen…
Und manchmal ist man einfach nur überrascht. Solche Momente sind einmalig. Die kann man bewahren, aber nicht sammeln – und haben gerade deshalb bleibendes Potential. Man weiß eben nie…
Weil gestern der Goldpreis um 14 Punkte abgestürzt ist, fand ich heute den Aufsatz von Georg Karahalios äußerst interessant: „Ab wann ist Gold zu wertvoll? Der Entwurf einer Ausstiegsstrategie aus dem Gold“ Ich wurde nicht enttäuscht.
„Bewahren“ will ich mir aber eigentlich eine Formulierung dieses Textes, die so pointiert ist, das sie für mich das „Gold“ dieses Textes ist.
„Schulden sind heute der Eckpfeiler jeder Beziehung – der Beziehungen zwischen Familienmitgliedern, Berufsgruppen, der lokalen Bürgerschaft, Aktien-, Anleihe- und Rohstoffmärkten, und jetzt sogar der Beziehungen zwischen den Nationen!
In der westlichen Welt tritt das Problem jetzt sehr klar zutage: Es gibt schlicht nicht genug Einkommen, um die Schuldenlast zu bedienen.“
Da sträubt sich alles (zumal wenn man die Reihenfolge ernst nimmt), aber wenn man die im Satz vorgeführte Entrüstung „…und jetzt sogar…“ genauer betrachtet, folgt man den Spuren der Globalisierung und merkt, „Schulden“ sind nicht „Geld“, sondern „in der Schuld stehen“ und meint die wechselseitige Verpflichtung.
Und schon sinnt man über das Wesen des benannten „Einkommen“nach.
Okt 20
Entwicklungen der Demokratie lassen sich beispielhaft im Vergleich ermitteln.
Wenn es denn stimmt, dass der Aristokrat Platon einst formulierte:
„Der Preis der Gleichgültigkeit gegenüber den Dingen, die das Gemeinwesen betreffen,
ist, von bösen Menschen regiert zu werden.“
stimmt dies heute ganz sicher nicht mehr. Die Regierungen sind heute garantiert und zertifiziert gutwillig. Und um jedem stillen Gedanken vorzubeugen: Sie sind auch nicht unfähig. Meist sind dies nachgewiesenermaßen sehr fähige Leute, bewiesen durch jede nur denkbare Qualifikationsurkunde.
Der Satz muss heute lauten:
„Der Preis der Gleichgültigkeit gegenüber den Dingen, die das Gemeinwesen betreffen,
ist, von hilflosen Menschen regiert zu werden.“
Hilflos ist jemand ja immer dann, wenn dieser sie erkennbar bräuchte und nicht bekommt. Auch wenn unklar bleibt, wie diese Hilfe aussehen könnte, zeigt die Erkennbarkeit, zu welchem Zweck und Ziel der Bedarf ist. Oft verschwinden diese Ziele aber in den Nebeln der Gleichgültigkeit.
Hilfe!
Okt 20
Entscheiden müssen jene, die Verantwortung haben oder übernehmen. Und jede Entscheidung ist bindend für alle, die dieser Verantwortung unterstehen. Zumindest bis zur nächsten.
Entscheider sind wenige. Weniger ist da immer mehr.
Raten können viele. Eigentlich nie genug. Meist sind es zu wenige.
Man kann raten, weil es kein grundlegendes Wissen gibt, was dann vermuten heißt, und man kann raten, weil es Wissen und Erfahrungen gibt.
Und weil so viele sich nicht am Raten beteiligen wollen und auch, weil es praktisch ist, gibt es den Rat. Gemeint ist hier das Gremium, welches die Ratsagungen zusammenführt und aufarbeitet. Und es gibt den Rat, der nur aus sich selbst schöpft.
Ersterem gilt das Vertrauen, letzterem der Gehorsam.
Und dann gibt es zudem den beschlussfassenden Rat, eine Besonderheit, die immer nur dann grassiert, wenn niemand oder nur dieser sich eine Entscheidung zutraut.
Eine Entscheidung ist Verantwortung. Für etwas und vor jemandem. (Für „jemanden“ verantwortlich sein, ist ebenso unsinnig, wie hinter einer Verantwortung stehen.)
Der entscheidende Unterschied zwischen Raten und Entscheiden aber ist:
Während die Entscheidung der finale Ausschluss jeder zweiten Möglichkeit ist, ist das Raten ein unendliches Abwägen aller Möglichkeiten. Die Entscheidung ist ein Imperativ und bedarf keiner Erläuterung, das Raten ist genereller Präsens und geht nicht ohne be-reden.
Das ist das Dilemma.
In Zeiten blitzschneller Entscheidungen per Berechnung, scheint Bereden nur langwierig und uneffizient. Macht man nicht mehr. Ersatzweise gibt es Talk und Geschwafel.
Aber die sind inhaltsfreie Form und führen zu keiner Entscheidung, wollen das auch nicht. Entscheiden sowieso nicht und auch keiner helfend zuraten. Kann man nur abraten. Soviel sei verraten. Und dann raten, wo wird beraten.
Raten – ein Quiz?
Okt 18
Bedenkt man die fast 9 Milliarden Menschen, die auf der Erde leben, ist jede Gruppierung, jeder Interessenverband und jede Nation eine Minderheit. Selbst die Chinesen wären das, wollte die jemand als Einheit sehen.
Das ist doch schon mal eine gute Nachricht. Sehe ich mich als Teil der Mehrheit – was will ich mehr?
Bin ich eher Teil einer Minderheit – was soll`s? Auch die Chinesen oder die 800 Millionen Facebook-user sind als Minderheit mir gleich.
Somit sieht sich jede Minderheit einer fremden Mehrheit gegenüber, ohne den leisesten Zweifel zur eigenen Identität haben zu müssen. Das ist auch eine gute Nachricht. Aber es kommt noch besser:
Noch nie hat sich die Mehrheit durchgesetzt!
Was? Wie? Doch es stimmt. Weil es sie gar nicht gibt.
Nie wurden alle befragt oder haben sich gar beteiligt. Neuerdings beteiligt sich sogar nur eine absolute Minderheit und durchsetzen kann sich dabei die relative Mehrheit, eine Minderheit zu Allem und Ganzen.
Nun ja, Sieger feiern immer. Auch wenn es einen bitteren Morgen geben sollte. Letztlich war gegenüber den Siegern alles und jedes nur eine andere Minderheit, zerstritten und ohne Bindungskraft, auch wenn sie insgesamt und in Summe die Mehrheit stellten. Dieser Flickenteppich der Mehrheit hat nun die traurige Zukunft, hinnehmen zu müssen, was man nicht befürworten konnte.
Fast tröstlich, das „dagegen“ eint die zerstrittenen Restminderheiten. Fast könnte man sagen, egal worum es auch geht, die große Mehrheit ist immer dagegen, konnte sich aber nicht durchsetzen.
Irgendwie verliert da die große Hoffnung namens Demokratie an Glanz. Um diesen neu aufzupolieren, wurden Entwicklungen vorangetrieben. Deren vorläufiger Star aller Klassen ist eine Genugtuung von grassierenden epidemischen Ausmaßen:
„Gefällt mir!“
Diese Aussage ist zwar etwas unentschieden, da auf neutraler Distanz gründend, läßt den Rufenden aber immerhin an der Gemeinschaft teilhaben. Verpflichtet zu nichts! Aber schon die Teilhabe zählt und wird auch gezählt.
Das pure Zählwerk weckt Begehrlichkeiten. Alle möglichen jedenfalls. Mehr und Mehr und womöglich noch zwei Dutzend oben drauf. Wem es nicht gefällt, mag es lassen. Die werden nicht gezählt. Und es wird auch nicht gefragt, warum wohl nicht. Letztlich zählt im Wettstreit nur das Ergebnis. Man muss positiv denken! Ein klares JA zur Sache ist gefragt, entweder- oder und nicht die ewigen Bedenken. Sagt einfach JA oder bleibt eben weg. So einfach ist die Sache.
Es lebe das JA!
Dann kann die gesamte Kraft und Energie, das ganze Wohlwollen, Fürsorge und Kümmernis in die Jünger des Ja gesteckt werden, in die, die es ja auch wollen, an die Positiven und müssen nicht an Zweifeln und Vielleicht verschwendet werden. Das ist Effizienz! Und mehr noch! Es ist sogar überzeugendes und leuchtendes Beispiel dafür, dass ein positives Denken und vorbehaltloses Drängen für die eigene Sache letztlich zum Erfolg führen.
Wo sind denn die Erfolge der Verweigerer?
All jene, die, aus welchen Gründen auch immer, nicht JA gesagt haben – wo sind die? Wo ist deren ja? Wo?
Falsche Frage. Das interessiert überhaupt nicht. Warum sollte man sich darum kümmern, wo doch alle Kräfte vom eigenen positiven Denken gebündelt werden. Mag sein, die Nichtjasager sind irgendwo anders glücklich, wünscht man denen sogar huldvoll, sollen sie doch, doch hier kümmert man sich um sich selber, um das eigene JA.
Entweder –Oder. Wieso oder? Auch falsch. Ein JA reicht völlig aus. Braucht kein Aber, nur JA.
Daran wird Erfolg gemessen.
Das gute Gewissen braucht kein Gedächtnis und der Erfolg braucht keine Abwägung und keine Argumentation. Erfolg steht für sich selbst ein.
Man muss nur JA zu ihm sagen.
(Aber es gilt: Die Liebe stirbt, wenn der Streit erlischt. Sie wirkt dann leicht etwas töricht.)
Okt 13
Eine hochdekorative Aktie der deutschen Luftfahrtgeschichte ist das Papier der Flugplatz-Verkehr AG, Gera. Gegründet 1926. Die Gesellschaft diente als gemeinnütziges Unternehmen dem öffentlichen Flugverkehr. Sie hatte den Zweck, Anschluß des Gebiets Groß-Gera und damit Ostthüringens zum deutschen und internationalen Flugverkehr herzustellen. 1999 Eingliederung der FGG in Stadtwerke Gera AG. Die Flugbetriebsgesellschaft Gera existiert bis heute.
Ein weiteres absolutes Toppapier aus der deutschen Luftfahrtgeschichte ist die Leipziger Luftschiffhafen- und Flugplatz-AG. Gegründet 1913. Der Flughafen erhielt die seinerzeit größte Luftschiffhalle der Welt, die jedoch kaum vier Jahre später zusammenstürzte.

Geschichte und Tätigkeit:
Gegründet am 14.3.1913; eingetragen am 25.3.1913.
Einrichtung und Betrieb des Flughafens Leipzig zwischen Mockau und Leehausen.
Zugleich konnte er bei seiner Eröffnung im Juni 1913 mit dem ersten Flughafenhotel Deutschlands aufwarten.
Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges konnten in Mockau erst ab 1919 wieder erste Linien- und Sonderflüge und später ein Messeflugverkehr aufgenommen werden.
Nachdem 1923 die alliierten Beschränkungen für den Luftverkehr aufgehoben worden waren, eröffnete Reichspräsident Ebert den Weltflughafen Leipzig neu – eine Bezeichnung, von der die Realität freilich noch einiges entfernt war. Aber schon zwei Jahre später, 1925, erreichte Leipzig mit 3.502 Starts den dritten Platz in der Rangliste der verkehrsreichsten Luftfahrtknoten Deutschlands.
Der Luftverkehr in Leipzig wurde vor allem von der Gesellschaft Junkers-Luftverkehr getragen, die Verbindungen u.a. von und nach Bremen, Hamburg, Berlin, Dresden, Breslau, Frankfurt, München und Essen unterhielt. Es entstanden mehrere neue Flugzeughallen und 1928 ein Empfangs- und Verwaltungsgebäude. Als die Junkers-Luftverkehr 1926 in der Deutschen Lufthansa aufging, orientierte die nun in der Luftverkehrspolitik maßgebliche Reichsregierung auf den neu entstandenen Flughafen in Schkeuditz.
Mockau verlor damit nach und nach seine Bedeutung für den Luftverkehr. Im Unterschied dazu wurde der Platz für die Flugzeugindustrie wichtig. Mehrere wichtige Unternehmen, die nach der nationalsozialistischen Machtübernahme zunehmend in die deutsche Luftrüstung eingebunden waren, arbeiteten hier. Im September 1938 übernahm schließlich die Wehrmacht den Flugplatz ganz in eigene Regie.
Großaktionär (1943): Stadt Leipzig (ca. 93 %).
Am Ende des Zweiten Weltkrieges zerstörten alliierte Luftangriffe große Teile der Produktionsanlagen und des Flugplatzes, weitere wurden demontiert. Erst 1949 in Mockau unter provisorischen Bedingungen Messeflugverkehr, zunächst unter sowjetischer Regie.
In den Jahren 1955/56 wurden u.a. das Empfangs- und Flugsicherungsgebäude ausgebaut, das Vorfeld betoniert und, nach der Übernahme durch die Deutsche Lufthansa (Ost) 1956, weitere technische Verbesserungen vorgenommen. Mockau wurde in das Inlandflugnetz der DDR integriert. Da jedoch Erweiterungen nicht mehr möglich waren, verlegte man zunächst den Messeflugverkehr und schließlich 1972 alle weiteren Verkehrsflüge nach Schkeuditz.
Seither Agrarflughafen, Schließung zum 31. Mai 1991. Danach entstand auf dem Gelände die Neue Messe und ein ausgedehntes Gewerbe- und Handelsquartier. Das herausragendste Projekt stellt das 1991-94 errichtete Versandhaus der Firma Quelle dar; es handelt sich hierbei neben der benachbarten Messe um die größte Investition, die seit der Wende in Leipzig getätigt worden ist und bietet bis zu 3500 Arbeitsplätze.
Okt 10
Allgemein, Gesellschaft No Comments
„Der Mann, der die Zukunft erfand“ und „Banker, hört die Signale“ sind zwei Artikel, die im Heft 41/2011 jenes Nur-Glotzen dokumentieren, wenn denn alle intellektuelle Kraft auf die Verweigerung konzentriert ist.
Da Zukunft nicht verhinderbar ist, kann man die wohl kaum erfinden. Wenn gescheiterte Ansätze im Nachgang durchgesetzt werden, kann man ganz bestimmt Durchsetzungskraft bewundern, keinesfalls aber den Messias feiern.
Immer, wenn eine Teilnehmermasse das Gleichgewicht verändert, kommen Steine ins Rollen. Den betörenden Klebstoff zu schaffen, welcher gravitätisch die Masse bindet, kann durch Wissen, durch Überzeugung, durch Manipulation oder durch Gaukelei, durch Ängste und Sehnsüchte, durch Bequemlichkeit oder exklusive Eitelkeit bewirkt werden. Wird ein Feuer ganz intensiv bewartet, saugt es aus immer ferneren Gegenden und immer schneller den Sauerstoff an, lodert heller und größer – und erstickt dann selbstverzehrend.
Verlohnt es denn, ausgeschlagene Alternativen aufzuspüren? Vorbei ist vorbei. Die Zukunft wird davon nicht ärmer . Und linear auch nicht.
Wo sind eigentlich die Diplomtaxifahrer von Kairo? Die Gesamtmasse an Unzufriedenheit hat die gesellschaftlichen Hierarchien im arabischen Raum zersprengt und viele namenlose Helden für die Geschichte hinterlassen. Sonst noch etwas?
In den USA wächst jetzt eine Welle der Unzufriedenheit. Der Spiegel berichtet…. Nichts! Die Demonstranten wollen ein größeres Stück vom Kuchen. Aber der Kuchen soll so bleiben, wie er ist. Er wird nie für alle reichen. Was soll draus werden? Ein Rotationsprinzip der Verteilung? Einen gerechten Anteil am Mangel?
Was KÖNNTE denn draus werden?
„Lieber nicht! Wir werden doch nicht unsere eigenen Überzeugungen in Frage stellen…“ schweigt der Spiegel.
Okt 07
Geld, Gesellschaft No Comments
so schrieb ich denn als Antwort an den Torschützenkönig am 22. vor einem Jahr:
“Mal ein Beispiel zum Muttermilchlebensgefühl: nördlich und südlich der Alpen…
Ein Deutscher nimmt einen Kredit auf und hat ein Problem: wie soll er den nur zurückzahlen….?
Ein Südeuropäer nimmt einen Kredit auf und hat kein Problem. Alles so, wie er es wollte. Bestens. Das Problem hat der Kreditgeber…”
Mir scheint das aktueller denn je, obwohl draus gelernt wurde. Die Kreditgeber wandeln sich zu Gläubigern und geben das Kreditrisiko einfach weiter. Hat bei Verbriefungen schon mal geklappt und scheint jetzt ganz ohne Pfand erneut zu klappen. Man trennt den Gewinn vom Risiko und verkauft letzteres weiter.
Ich rede natürlich von den Banken. Genau genommen waren die nie nur Gläubiger, sondern immer auch Schuldner gegen ihre Sparer, Anleger und Kontoführungsverpflichteten. Die wußten nur nie genau, ob sie nicht nur Gläubiger ihrer Einlagen waren, sondern vielleicht zusätzlich auch Bürgen für das Bankenroulette.
Jetzt wird das Risiko gestreut und somit “gemindert”. Die Weitergabe der Kreditrisiken an Zentralbanken verteilt die Risiken gleichmäßig auf alle Währungsnutzer. Das klassische Schneeballsystem also…
(Besonders clever sind dabei die Italiener. Bis gestern befanden sich Schuldner und Gläubiger innerhalb der Landesgrenzen. Jetzt konnten sie die Risiken exportieren… )
Aber wir sollten uns nicht aufregen. Die Grundregel lautet seit eh und je und tausenden von Jahren:
Schulden sind die sicherste Währung!
Gut, wenn man die ausreichend im Depot hat…
Okt 07
Allgemein, Gesellschaft No Comments
daran denken, kann das aber schon. Unterdrücken lassen sich Gedanken ja nicht, jedenfalls nicht bewusst. Naja, unbewusst auch nicht wirklich. Es soll ja Gurus geben, die entflüchten können, weil sie gleich allem entschweben. Aber erstens macht sich das im fließenden Strom des Alltags nicht ganz so gut und zweitens ist diese disziplinierte Technik nicht jedem gegeben. Bleibt für den Normalmenschen eben nur die bewährte Methode: Ablenkung durch Konzentration. Fatal nur, die Ersatzsorge muss dringlich sein oder zumindest mit verzehrender Spannung.
Auch so ein Problem, wo findet man die, wenn sie wirklich gerade gebraucht werden?
Ist doch so. Ständig wird man von Nöten umwuselt und bedrängt, was nachhaltig lästig ist und die Lebensqualität entscheidend einschränkt, aber wenn man sie mal braucht – bis hinter den Horizont nichts Brauchbares in Sicht!
„Dessen Sorgen möchte` ich haben!“ – ich hör das schon als durchaus übliches Abgetan. Besagt doch aber nur, der Glückliche hat andere und dringende Nöte und folglich keine Zeit und keine Energie für zusätzliche Mätzchen. Fragt man aber zurück, wird es meist vage. Der Alltag, die Familie und überhaupt – da häuft sich einiges an, man müsse jetzt wohl… die Zeit drängt!
Sag ich doch! Hilfe wäre Ablenkung durch Konzentration auf was anderes…
Schon mal dran gedacht, dass bald Weihnachten ist?
Die friedliche Besinnlichkeit dieser Zeit besteht doch eigentlich in der Gewissheit, nun sei der Alptraum bald vorbei, sowieso nichts mehr zu stemmen und zu reißen, jetzt müsste nur noch kurze Zeit durchgehalten werden und dann sei man wieder vom Alltag erlöst. Der Gedanke führt zu Milde und Duldsamkeit. Da passt es doch perfekt, wenn einige Leute erlösertechnisch von Beginn, Aufbruch und besserer Zukunft reden. Jedenfalls hat man schon mal den Dauerstress der gehetzten Vorweihnachtszeit hinter sich. Die eigentliche Hürde hat man schon genommen und jetzt die Frei-Zeit achtsam und konzentriert die üblichen Folgen auszuhalten.
Schon bald die Glöckchen wieder klingeln…
Letzte Kommentare