Wenn der „Spiegel“ in die Knie sinkt, ist es Zeit, in Erinnerungen zu schwelgen…

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„Der Mann, der die Zukunft erfand“ und „Banker, hört die Signale“ sind zwei Artikel, die im Heft 41/2011 jenes Nur-Glotzen dokumentieren, wenn denn alle intellektuelle Kraft auf die Verweigerung konzentriert ist.
Da Zukunft nicht verhinderbar ist, kann man die wohl kaum erfinden. Wenn gescheiterte Ansätze im Nachgang durchgesetzt werden, kann man ganz bestimmt Durchsetzungskraft bewundern, keinesfalls aber den Messias feiern.
Immer, wenn eine Teilnehmermasse das Gleichgewicht verändert, kommen Steine ins Rollen. Den betörenden Klebstoff zu schaffen, welcher gravitätisch die Masse bindet, kann durch Wissen, durch Überzeugung, durch Manipulation oder durch Gaukelei, durch Ängste und Sehnsüchte, durch Bequemlichkeit oder exklusive Eitelkeit bewirkt werden. Wird ein Feuer ganz intensiv bewartet, saugt es aus immer ferneren Gegenden und immer schneller den Sauerstoff an, lodert heller und größer – und erstickt dann selbstverzehrend.
Verlohnt es denn, ausgeschlagene Alternativen aufzuspüren? Vorbei ist vorbei. Die Zukunft wird davon nicht ärmer . Und linear auch nicht.
Wo sind eigentlich die Diplomtaxifahrer von Kairo? Die Gesamtmasse an Unzufriedenheit hat die gesellschaftlichen Hierarchien im arabischen Raum zersprengt und viele namenlose Helden für die Geschichte hinterlassen. Sonst noch etwas?
In den USA wächst jetzt eine Welle der Unzufriedenheit. Der Spiegel berichtet…. Nichts! Die Demonstranten wollen ein größeres Stück vom Kuchen. Aber der Kuchen soll so bleiben, wie er ist. Er wird nie für alle reichen. Was soll draus werden? Ein Rotationsprinzip der Verteilung? Einen gerechten Anteil am Mangel?
Was KÖNNTE denn draus werden?
„Lieber nicht! Wir werden doch nicht unsere eigenen Überzeugungen in Frage stellen…“ schweigt der Spiegel.

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