wiederentdeckt
Okt 07
Geld, Gesellschaft No Comments
so schrieb ich denn als Antwort an den Torschützenkönig am 22. vor einem Jahr:
“Mal ein Beispiel zum Muttermilchlebensgefühl: nördlich und südlich der Alpen…
Ein Deutscher nimmt einen Kredit auf und hat ein Problem: wie soll er den nur zurückzahlen….?
Ein Südeuropäer nimmt einen Kredit auf und hat kein Problem. Alles so, wie er es wollte. Bestens. Das Problem hat der Kreditgeber…”
Mir scheint das aktueller denn je, obwohl draus gelernt wurde. Die Kreditgeber wandeln sich zu Gläubigern und geben das Kreditrisiko einfach weiter. Hat bei Verbriefungen schon mal geklappt und scheint jetzt ganz ohne Pfand erneut zu klappen. Man trennt den Gewinn vom Risiko und verkauft letzteres weiter.
Ich rede natürlich von den Banken. Genau genommen waren die nie nur Gläubiger, sondern immer auch Schuldner gegen ihre Sparer, Anleger und Kontoführungsverpflichteten. Die wußten nur nie genau, ob sie nicht nur Gläubiger ihrer Einlagen waren, sondern vielleicht zusätzlich auch Bürgen für das Bankenroulette.
Jetzt wird das Risiko gestreut und somit “gemindert”. Die Weitergabe der Kreditrisiken an Zentralbanken verteilt die Risiken gleichmäßig auf alle Währungsnutzer. Das klassische Schneeballsystem also…
(Besonders clever sind dabei die Italiener. Bis gestern befanden sich Schuldner und Gläubiger innerhalb der Landesgrenzen. Jetzt konnten sie die Risiken exportieren… )
Aber wir sollten uns nicht aufregen. Die Grundregel lautet seit eh und je und tausenden von Jahren:
Schulden sind die sicherste Währung!
Gut, wenn man die ausreichend im Depot hat…
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