Nur keine Angst! Wir bekommen das, was wir wollen.
Feb 21
Und genau dies macht mir Angst. Erinnert mich an die Schlaraffenlandvisionen. Und nicht nur in der Bildausformung von Herrn Pieter Bruegel
sondern auch als Kapitel und Schriftsatz im Pinocchio. (selber lesen!)
In der Technology Review März 2012 steht ja nicht nur etwas über das Großprojekt „Hirnsimulator“
(ich bin mir nicht sicher, ob das eigentliche Projekt etwa dem elektronischen Gehirn gilt oder doch eher der Abzocke der Milliarde an Fördergeldern),
es steht da auch, es ginge dabei um die Erforschung von Krankheiten wie Alzheimer, Demenz oder überhaupt der Intelligenz.
Wozu eigentlich? Präimplantationsdiagnostik können wir z.B., wollen wir aber nicht. Sollte dies hier anders werden?
Natürlich.
Im selben Heft steht auch ein Artikel über das Verständnis von Nutzern sozialer Netzwerke.
Insgesamt zum Kringeln. Aus jedem Blickwinkel.
(Außer aus jenem, über den nicht gesprochen wird.)
Ich habe größte Hochachtung davor, dass es anscheinend gelungen ist, dem Chaos der Meinungen im Web einen messbaren Sinn abzuringen – möchte diesen mathematischen Algorithmus aber selber nicht wirklich verstehen….
Darum geht es ja auch nicht. Es geht um Rückkopplungen, Regelschleifen, Geld und Werbemillionen. Es geht darum, dass die User das bekommen, was sie wollen. Möglichst, bevor sie wissen, was sie wollen.
Was mich so belustigt hat?
Dazu ein Zitat:
„… löste die eine Ausstrahlung achtmal so viele Reaktionen in den sozialen Medien aus wie die andere. Niemand weiß, warum. In der Vergangenheit habe man den Kontext immer außen vor gelassen. `Aber Überraschung! Der Kontext spielt eine entscheidende Rolle.`… `Die Forschung steht noch am Anfang. Aber sie ist vielversprechend.`“
Ich jedenfalls finde das lustig. Jeder vorzeitige Druide hätte gewusst, dass es wichtig ist, wann man wo und wie was zu wem sagt. Ich meine, die wirklich wohlfällige Frage, ob noch jemand frisches Wasser benötige, wird wohl anders bewertet, wenn ich in der Wüste stehe oder auf sinkendem Schiff. Und sicher habe ich im Nähzirkel weniger Anklang als im Fanclub, äußerte ich mich über das gestörte Farbempfinden einiger Vereinsfarben….
Aber darum geht es ja nicht. Es geht letztlich um prüfbare Optimierungen im universalen Service.
Bleibt nur die Fragen nach dem Ziel, oder wie auch immer man Erfolg heute nennt.
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