Feb 22
FranzAllgemein, Demokratie und Recht, Gesellschaft
Soviel Freiheit muss schon sein.
Überhaupt ist Freiheit eine merkwürdige Sache. Freiheit bezeichnet eine Errungenschaft, die aus Verlusten besteht. Frei von… was eigentlich? Freudvoll will sich niemand erinnern. Frei von Sorgen in all den Nöten.
Merke: Der mündige Bürger ist nicht frei. Auf ihm lastet Verantwortung.
Oder sollte Freiheit reduziert sein auf das positive Sein, überhaupt eine Wahl zu haben? Das wäre sicher ein Missverständnis. Um eine Entscheidung zu treffen, bedarf es keiner vorgelagerten Wahlmöglichkeiten.
Wahrscheinlich beschreibt Freiheit jenen Zustand, in welchem man von der Notwendigkeit zur Entscheidung enthoben ist.
Feb 21
FranzAllgemein
Und genau dies macht mir Angst. Erinnert mich an die Schlaraffenlandvisionen. Und nicht nur in der Bildausformung von Herrn Pieter Bruegel
sondern auch als Kapitel und Schriftsatz im Pinocchio. (selber lesen!)
In der Technology Review März 2012 steht ja nicht nur etwas über das Großprojekt „Hirnsimulator“
(ich bin mir nicht sicher, ob das eigentliche Projekt etwa dem elektronischen Gehirn gilt oder doch eher der Abzocke der Milliarde an Fördergeldern),
es steht da auch, es ginge dabei um die Erforschung von Krankheiten wie Alzheimer, Demenz oder überhaupt der Intelligenz.
Wozu eigentlich? Präimplantationsdiagnostik können wir z.B., wollen wir aber nicht. Sollte dies hier anders werden?
Natürlich.
Im selben Heft steht auch ein Artikel über das Verständnis von Nutzern sozialer Netzwerke.
Insgesamt zum Kringeln. Aus jedem Blickwinkel.
(Außer aus jenem, über den nicht gesprochen wird.)
Ich habe größte Hochachtung davor, dass es anscheinend gelungen ist, dem Chaos der Meinungen im Web einen messbaren Sinn abzuringen – möchte diesen mathematischen Algorithmus aber selber nicht wirklich verstehen….
Darum geht es ja auch nicht. Es geht um Rückkopplungen, Regelschleifen, Geld und Werbemillionen. Es geht darum, dass die User das bekommen, was sie wollen. Möglichst, bevor sie wissen, was sie wollen.
Was mich so belustigt hat?
Dazu ein Zitat:
„… löste die eine Ausstrahlung achtmal so viele Reaktionen in den sozialen Medien aus wie die andere. Niemand weiß, warum. In der Vergangenheit habe man den Kontext immer außen vor gelassen. `Aber Überraschung! Der Kontext spielt eine entscheidende Rolle.`… `Die Forschung steht noch am Anfang. Aber sie ist vielversprechend.`“
Ich jedenfalls finde das lustig. Jeder vorzeitige Druide hätte gewusst, dass es wichtig ist, wann man wo und wie was zu wem sagt. Ich meine, die wirklich wohlfällige Frage, ob noch jemand frisches Wasser benötige, wird wohl anders bewertet, wenn ich in der Wüste stehe oder auf sinkendem Schiff. Und sicher habe ich im Nähzirkel weniger Anklang als im Fanclub, äußerte ich mich über das gestörte Farbempfinden einiger Vereinsfarben….
Aber darum geht es ja nicht. Es geht letztlich um prüfbare Optimierungen im universalen Service.
Bleibt nur die Fragen nach dem Ziel, oder wie auch immer man Erfolg heute nennt.
Feb 17
FranzAllgemein
Sagt Dr. Dr. h. c. Hermann Simon, Chairman der Unternehmensberatung Simon-Kucher & Partner im Manager Magazin 3/2012.
Beeindruckt hat mich die sehr nachvollziehbare Begründung, warum sie kommt und nicht wie dauerhaft vorhergesagt, längst schon vollzogen ist.
Drei Seiten weiter im selben Heft werden 8 Treiber benannt, die das globale Wachstum stimulieren werden. Titel: „Die Billionen-Chance“.
Klar, es geht bei der „Revolution“ nicht um Gewaltexzesse, nicht um den nächsten Sommermodentrend oder die direkte Demokratie, nicht um die Energiewende oder Anforderungen an die alternde Gesellschaft. Hermann Simon sagt:“ Die kommerzielle Nutzung des Internets steht erst am Anfang.“
Bla, bla, bla… alles schon gehört?
Ich zitiere:
„Ich habe übrigens nicht vor, meine Zeitung auf dem Kindle zu lesen. Ich warte, bis sie auf elektronischem Papier kommt. Solches wurde mir kürzlich bei Samsung Electronics in Seoul vorgeführt, noch nicht perfekt, aber zukunftsträchtig.“
Mir fehlt jede Vorstellung, wie elektronisches Papier aussehen könnte, vermute aber, dass dies die falt- und knorkelbaren Folien sein werden, die man sich in die Hosentasche stopfen kann und per Internet mit digitalem Content gefüllt werden, wie schon seit ein paar Jahren im Gespräch.
Aber immerhin hat sich Herr Simon sein Lesegerät mit einer Klassikerbibliothek von Homer bis Rilke bestückt, zum Nulltarif von Amazon und Gutenberg.org.
Und er widmet sich den Folgen. Verlagen, Druckereien, Händlern, Parkplatzbetreibern, all deren Ausrüstern und Zulieferern usw . etc….
Und da werden dann die Innovationen und Treiber zum globalen Wachstum interessant. Ich erinnere noch einmal an die längst empfohlenen Bücher, z.B. „Hydromania“, ISBN 978-3-630-62156-2
Und er hat Recht. „…so ungerecht ist das Schicksal. Die Revolution ist da. Wir werden uns wundern, was da noch kommt.“
Feb 16
FranzAllgemein
Herr Prof. Dr. Peter J. Brenner zitiert den Begriff und Definition „Gesundheit“ der Weltgesundheitsorganisation WHO, um dann selber festzustellen
„Das sind große Worte. Wegen ihres offensichtlichen Realitätsverlustes…“
(Universitas, 67. Jahrgang, No. 788, Februar 2012)
Über solch komplexes Thema ist sicher leicht zu streiten , was nicht mein Anliegen ist. Sicher wäre ich zwar befugt, sicher aber nicht kompetent.
Wie so oft, habe ich zwar keine Ahnung, wohl aber eine Meinung.
Das Fehlen von Krankheit galt ja lange als gesund. Das gilt offensichtlich nicht mehr. Es muss eine besondere Stufe der Sozialisation sein, wenn dem Einzelnen das Recht auf Befindlichkeit zwar unbenommen bleibt, die Bewertung dieser Befindlichkeit aber scheinbar objektiven Kriterien folgt.
Eigentlich eine Entmündigung, ein Souveränitätsverlust.
Nun habe ich mir immer Ärger und Vorwürfe eingehandelt, wurde sogar dafür beschimpft, wenn ich in der Gesundheit kein Lebensziel erkennen konnte. Gesundheit ist für mich kein Selbstzweck, aber eben doch eine wichtige Voraussetzung für viele andere Sachen. So würde für mich dann ein Schuh draus.
Gesundheit als ein Zustand, der mich nicht einschränkt, mir Möglichkeiten lässt. Wofür nur, ist danndie Frage?
(http://blog.corporatebookstore.de/page/2/?s=gesundheit)
Sicher mag es Leute geben, die sterben höchst gesund, aber sie sterben. Andere sind krank, leiden Schmerzen und leben doch, einige sogar wider Willen.
Das soll gar keine Witzelei sein. Nehmen wir nur den normalen Alterungsprozess, an dessen Ende unweigerlich der Tod steht. Mir selber erhoffe ich die Gnade, hochbetagt und unverhofft zu sterben. Aus unerfindlichen Gründen sozusagen…
Oder steht zwangsweise ein gesundheitlicher Verwitterungsprozess an, bis die Systeme kollabieren?
Und wenn dies normal wäre, wo begänne der Zustand, der von gesund in krank umschlägt?
Alt wollen alle werden, nur eben nicht alt. Meint ganz, ganz lange leben ohne klapprig zu werden. Aber ist, mit altersbedingten Einschränkungen leben zu müssen, noch gesund oder eben doch schon nicht mehr?
Ich weiß es nicht. Jedwede Körperfunktion an einem Optimum zu messen, scheint mir verkehrt. Mit einem „Das ist in Ihrem Alter normal“ kann man kaum einem schmerzgeplagten Senior beruhigen.
Der Anspruch an Gesundheit selber ist zu einer grassierenden Krankheit geworden.
Die äußert sich darin, dass Gesundheit als einklagbare Fremddienstleistung angesehen wird, gegen deren Ausfall man sich versichern kann. Und wenn dies sogar als unabweisbare Pflichtversicherung daherkommt, dann scheint man endgültig von Verantwortung befreit zu sein. Wie bei jedem Vertrag, muss man sich natürlich an die Regeln halten.
Einer zahlt, der andere liefert. Nun gut, so einfach ist es doch nicht. Es gibt ergänzende Vertragsnebenbestimmungen, Ausschlussrisiken und Wohlverhaltensregeln. Und trotzdem bleibt gänzlich unklar, woran Gesundheit denn gemessen werden soll. Welches Ausmaß an Einschränkungen ist noch gesund?
Ich gebe es zu, es klingt schon etwas merkwürdig, wenn ich, ob dieser ja auch mit vielen persönlichen Leiden und schweren Schicksalen verbundenen Sache, von Freude sprechen kann. Aber die Freude bezog sich nur darauf, dass ich mich bestätigt fühle, ungeachtet der tatsächlichen Zustände eigenen Zielen zuzustreben – natürlich nur, wenn diese Zustände schmerzfrei sind.
Nun fühlen sich ja viele Menschen heute weder schmerzfrei noch auch sonst im Zustand einer Zufriedenheit. Ja, folgt man den Erhebungen und Statistiken nehmen jene Leiden mit gefühlter Zustandsunzufriedenheit rasant zu.
Ich verweise auf da auf einen Aufsatz der Vizepräsidentin des Bundesverbandes der Personalmanager, Frau Ursula Schütze-Kreilkamp, der im Märzheft vom „Human Resources Manager“ publiziert wurde: „Viel Psychobrei“. Zum Thema Burn-out schreibt sie „Es ist keine Krankheit im Sinne des ICD (Internationale Klassifikation der Krankheiten), sondern ein Zustand.“
Kluge Frau. Gegen Ende formuliert sie: „Spiritualität im Sinne einer übergeordneten Sinnhaftigkeit scheint die intrinsische Motivation zu erhöhen und eine sehr gute Prävention vor dem Virus Burn-out zu sein.“ Faktisch in die gleiche Kerbe schlägt DM-Chef Götz Werner im Parallelheft „Focus“. Auch da geht es um die Sinnfrage: „Der Mensch neigt dazu, das Wesentliche aus den Augen zu verlieren.“
Bedenke ich nebenher die Debatten in den Neurowissenschaften, ob es denn überhaupt ein Subjekt gäbe, welches in Lage wäre, so etwas wie einen wesentlichen Sinn zu erfassen, erstaunt mich die akribische Beflissenheit zur autarken Isolation. Der Spiegel (7/2012) läßt David Eagleman verlauten:
„Das Ich ist ein Märchen“ und „Zeit Wissen“ (2/2012) behauptet, dass die Wissenschaft „dem Geheimnis des Selbst-Bewusstseins auf die Spur“ gekommen sei. „Was ist das Ich?“
Die „Piraten-Partei“, scheint mir, und auch die „world-wide-Occupy“-Bewegung scheinen diese Frage so zu beantworten: Dabeisein!
Und „Nö“ ist dazu mein ganzer Kommentar. Trial and error ist die Methode des blinden Huhns.
Der krude Laternenträger in der Selbsterläuterung des Lew Tolstoi zur „Kreuzersonate“ war da sicher schon weiter….
Aber es kommt eben immer auf die Positionen an: auf die Lagebestimmung, auf den Blickwinkel und auf die angepeilte Vision.
Feb 10
FranzAllgemein, Demokratie und Recht, Geld, Gesellschaft, Schwärmereien
Nicht immer, natürlich nicht. Aber immerhin so oft wird meine lästige Meinung in den öffentlichen Medien bestätigt, dass ich meine ureigenen Selbstgewißheit nicht fatal finden brauche. Eigene Erfahrungen wiegen eben schwerer als jedes Hörensagen von Autoritäten. Gewöhnlich muß ich auf solche Bestätigungen zwischen 7 bis 15 Jahre warten.
Ich kann verschmerzen, dass diese “Neuerkenntnisse” von neuerlichen autoritäten verkündet werden und meine Lästigkeitskonstante erhalten bleibt. Ich freu mich dann nur.
Heute ist so ein Tag.
“Psychologie heute”, März 2012
- “Dumme Dinge . Wie manche Maschinen unsere Intelligenz ruinieren” , wolfgang Schmidbauer ab S. 44
Ich wage zu behaupten, dass später auch vom Verlust der Sozialität gesprochen wird, “Burn Out” nicht auf Überlastung durch Ehrgeiz, sondern auf Sozialitätsverlust zurückgeführt wird und die “Schwarmintelligenz” gar keine ist, sondern nur eine selbstregelnde Mehrheitsbestimmung…
- “werfen Sie einfach eine Münze…” meint Gerd Gigerenzer (MPI für Bildungsforschung) ab S.64 und ersetzt damit auch eine überoptimierte Strategieplanung mit Kommissionsfindungskommissionen…
während die physikalische Abschaffung der “Zeit” (wegen diverser Axiomswidersprüche) mit philosophischen Termini diskutiert wird, sollte man meinen!, sollte Philosophie, Psychologie und Soziologie ernstlich die “Zeit” mal wieder als Determinante im sozialen Entwicklungsprozeß entdecken und nicht nur der Ökologie und Ökonomie als Werteinheit überlassen…
- “Das nervt! warum wir auf die Zumutungen des Alltags nicht gelassen reagieren können” ab S. 20 + Folgebeiträge
Wunderschönes Heft diesmal.
Und wenn ich schon dabei bin, kann ich auch gleich der vorwochenfreude etwas nachhängen und das Februarheft von “soziologie heute” (www.soziologie-heute.at) verweisen. Die moderne Freiheit schafft das Zeitalter der Angst.
Obiges Heft spricht von der “Lust am Umtergang”, S. 40, und dieses hier titelt: “Der Umgang mit der Unsicherheit. eine kultursoziologische Betrachtung”.
Fand ich gut.
Und erinnerte mich an den “Spiegel” 6/2012 ab s. 52: “Frei schwebend in der Wolke – Der Software-Konzern IBM plant eine Radikalreform seiner Belegschaft. ein internes Papier zeichnet die Blaupause für die Arbeitswelt von morgen: Kleine Kernmannschaften dirigieren ein Heer freier Mitarbeiter – weltweit.”
nunja, das hat die Logistikbranche ja schon hinter sich und dabei Unmassen von sauglücklichen freier Kleinunternehmern geschaffen, die regelmäßig nach 2-5 Jahren den finanziellen Offenbarungseid leisten und dafür 15 schneller gealtert sind. die positive Seite dabei ist, die großen Logistikanbieter sind darüber ökologisches Vorbild geworden – sie besitzen ja selber keine Fahrzeuge mehr… Preise und Medaillen haben sie vom Staat dafür schon bekommen…
Die Zukunft macht einfach neugierig.
Nov 11
FranzAllgemein, Selbstbetrachtungen
Wunderbare Entwicklungswelt. Es geht immer weiter. Für den Wettstreit der Meinungen gilt seit jeher:
Wer keine Argumente hat, braucht eine Mehrheit.
Ach Sokrates, du warst Töpfer.
Nov 09
FranzAllgemein, Demokratie und Recht, Geld, Gesellschaft
Jaaa… das Gewissen. Wieviel ist die eine Frage, zu welchem Preis eine andere.
Die Gesetze der Physik lassen sich eben nicht aushebeln, weder real noch virtuell, weder im Stabilbaukasten noch in der Sozialität.
Aktion = Reaktion
Das gilt tatsächlich, auch wenn man daran zweifelt. Manchmal hört man sich die Ohren wund im Glauben, eine Reaktion gefordert zu haben. Ging man von falschen Voraussetzungen aus. Sagen wir mal, ein bereitwilliger Mensch ergattert einen Bürojob mit der konkreten Arbeitsaufgabe, die Fensterscheibe dünn zu gucken… Darf man wohl keine schnellen Ergebnisse erwarten.
Da stimmen dann Ziele, Mittel und Bedingungen nicht.
Deutsches Ärzteblatt, Jg 108, Heft 42, 21.10.2011, berichtet…
über eine weltweite Epidemie psychischer Erkrankungen und zitiert das World Economic Forum (WEF) und die Harvard School of Public Helth, deren Septemberbericht 2011 davon ausgeht, dass derzeitige Jahreskosten von 2,5 Billionen Dollar für psychische erkrankungen demnächst leicht auf 6,0 Billionen steigen könnten.
Schon die Aufzählung der vorhandenen und notwendigen Behandlungsressourcen läßt keinen Zweifel: sollte dies ein Ziel sein, wäre das leicht zu erfüllen.
Es gibt jetzt die “Grand Challenges in Global Mental Health Initiative” mit 400 Experten aus 60 Ländern, die in 184 Staaten zur Anwendung kommt. Dazu haben sich weitere 95 Institutionen und knapp 2000 Einzelpersonen zu einem Netzwerk “Movement for Global Mental Health” zusammengeschlossen, um die uralte “Call for Action” mit Leben zu erfüllen.
( http://www.globalmentalhealth.org )
Schade nur, dass die von der Pharmaindustrie unterstützte Suche nach der Verbesserung der medizinischen Behandlung psychischer Erkrankungen zwar auch eine Klitzekleinigkeit Prävention beinhaltet, nicht aber wirklich nach grundlegenden Ursachen für diese Krankheiten sucht.
“spiegel wissen” spricht vom “Gau für den Sozialstaat” und meint lapidar zu 50 Milliarden Behandlungskosten in Deutschland allein nur für “…ich habe Rücken…”:
Unzufriedenheit am Arbeitsplatz macht Millionen Menschen rückenkrank!
(es kam also nicht auf ergonometrische Arbeitsplatzeinrichtungen an, oder?)
Aber was soll`s?
Ein kleiner Nebensatz in einem ganz anderen Zusammenhang hat mich aufhorchen lassen.
Ich hatte mich doch kürzlich mit Eifer empört, das die Demokratieerfinder jetzt auch noch abstimmen wollen und damit einhellige paneuropäische Aufregungen zugespitzt… Hatte ich doch?
Nun im “Focus Money”, Nr. 46 vom 09.11.2011 liest sich das so:
“Doch ist die Euro-Krise so weit fortgeschritten, dass Euro und Demokratie offenbar nicht mehr zusammen, sondern nur noch alternativ zu haben sind.”
Wenn das sich rumspricht, wird Europas Elite ganz sicher gemütskrank! Wir sollten ein paar Billionen zur Behandlung in Reserve halten…
Nov 04
FranzAllgemein
Für die beliebige Restlaufzeit widmet sich dieser Ort hier einer besonderen Rubrik:
„Worüber ich mich heute (nicht) geärgert habe…“
Tja, wer also mal Frust oder Freude laut herausschreien will, mag das gerne tun. Es lebe der aufmerksame Moment.
Da es überhaupt nicht darauf ankommt, von anderen verstanden zu werden, kann man sich ganz ungehemmt mit sich selber beschäftigen. Kein Problem. Oder eben doch, weil es dann keine Fluchtburgen und Deckungen inmitten der Wüsten allgemeiner Gemeinsamkeiten gibt. Wie jeder weiß und allgemein gefühlt oder verstanden wird, erweisen sich ganz unmittelbar als des Kaisers neue Kleider…
Ich kann man sagen oder sein!
Ich bin mir unzweifelhaft sicher, die Erkenntnisse werden unübersehbar sein.
Für den, der die Rubrik nutzt, ergibt sich das Spannungsfeld, wie distanziert er sich selber zu den „fremd“ gewordenen Momenten fühlt, die doch eigentlich „eigene“ sein sollten und im Wiederholungsfall sicher auch das Nachdenken darüber, wie vielgestaltig und gratig die eigene Chamäleonexistenz eigentlich ist.
Dem stillen Beobachter erschließt sich ganz genau die identische Botschaft, nur seiner selbst bleibt er ungewiss. Das ist aber nicht schlimm, denn jedes ich ist ja nicht vorgegeben und muss erst gebaut werden. Sich im Spiegel zu erkennen ist kein ausreichendes Kriterium (wie jeder Säufer weiß) und zur bloßen Ich-Existenz nicht mal herangezogen werden.
Und selbst wenn hier nun gar nichts weiter folgt, was ja erst festgestellt werden müsste, ergibt sich wie aus dem Nichts und auch tatsächlich aus dem Nichts haargenau die gleiche Erkenntnis. Die will man dann sicher nicht haben und hat sie aber schon.
Neugier bringt eben nicht nur schöne Momente – steht so im Märchen…
Nov 02
FranzAllgemein
Diese Worte von Immanuel Kant wurde zum Programm der Aufklärung.
Heute im Digitalzeitalter klingt das eher wie das schmierige Motto eines Masochistenvereins.
Fremder geht es doch gar nicht.
Nov 02
FranzAllgemein, Demokratie und Recht
Erst erfinden die die Demokratie und jetzt wollen die zusätzlich auch noch abstimmen…
Irgendwann reicht es auch mal.
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