Man kann sich auch gegen die Vernunft entscheiden.

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Soviel Freiheit muss schon sein.
Überhaupt ist Freiheit eine merkwürdige Sache. Freiheit bezeichnet eine Errungenschaft, die aus Verlusten besteht. Frei von… was eigentlich? Freudvoll will sich niemand erinnern. Frei von Sorgen in all den Nöten.

Merke: Der mündige Bürger ist nicht frei. Auf ihm lastet Verantwortung.

Oder sollte Freiheit reduziert sein auf das positive Sein, überhaupt eine Wahl zu haben? Das wäre sicher ein Missverständnis. Um eine Entscheidung zu treffen, bedarf es keiner vorgelagerten Wahlmöglichkeiten.

Wahrscheinlich beschreibt Freiheit jenen Zustand, in welchem man von der Notwendigkeit zur Entscheidung enthoben ist.

worüber ich mich heute gefreut habe

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Nicht immer, natürlich nicht. Aber immerhin so oft wird meine lästige Meinung in den öffentlichen Medien bestätigt, dass ich meine ureigenen Selbstgewißheit nicht fatal finden brauche. Eigene Erfahrungen wiegen eben schwerer als jedes Hörensagen von Autoritäten. Gewöhnlich muß ich auf solche Bestätigungen zwischen 7 bis 15 Jahre warten.
Ich kann verschmerzen, dass diese “Neuerkenntnisse” von neuerlichen autoritäten verkündet werden und meine Lästigkeitskonstante erhalten bleibt. Ich freu mich dann nur.
Heute ist so ein Tag.

“Psychologie heute”, März 2012

- “Dumme Dinge . Wie manche Maschinen unsere Intelligenz ruinieren” , wolfgang Schmidbauer ab S. 44

Ich wage zu behaupten, dass später auch vom Verlust der Sozialität gesprochen wird, “Burn Out” nicht auf Überlastung durch Ehrgeiz, sondern auf Sozialitätsverlust zurückgeführt wird und die “Schwarmintelligenz” gar keine ist, sondern nur eine selbstregelnde Mehrheitsbestimmung…

- “werfen Sie einfach eine Münze…” meint Gerd Gigerenzer (MPI für Bildungsforschung) ab S.64 und ersetzt damit auch eine überoptimierte Strategieplanung mit Kommissionsfindungskommissionen…

während die physikalische Abschaffung der “Zeit” (wegen diverser Axiomswidersprüche) mit philosophischen Termini diskutiert wird, sollte man meinen!, sollte Philosophie, Psychologie und Soziologie ernstlich die “Zeit” mal wieder als Determinante im sozialen Entwicklungsprozeß entdecken und nicht nur der Ökologie und Ökonomie als Werteinheit überlassen…

- “Das nervt! warum wir auf die Zumutungen des Alltags nicht gelassen reagieren können” ab S. 20 + Folgebeiträge

Wunderschönes Heft diesmal.
Und wenn ich schon dabei bin, kann ich auch gleich der vorwochenfreude etwas nachhängen und das Februarheft von “soziologie heute” (www.soziologie-heute.at) verweisen. Die moderne Freiheit schafft das Zeitalter der Angst.
Obiges Heft spricht von der “Lust am Umtergang”, S. 40, und dieses hier titelt: “Der Umgang mit der Unsicherheit. eine kultursoziologische Betrachtung”.
Fand ich gut.
Und erinnerte mich an den “Spiegel” 6/2012 ab s. 52: “Frei schwebend in der Wolke – Der Software-Konzern IBM plant eine Radikalreform seiner Belegschaft. ein internes Papier zeichnet die Blaupause für die Arbeitswelt von morgen: Kleine Kernmannschaften dirigieren ein Heer freier Mitarbeiter – weltweit.”

nunja, das hat die Logistikbranche ja schon hinter sich und dabei Unmassen von sauglücklichen freier Kleinunternehmern geschaffen, die regelmäßig nach 2-5 Jahren den finanziellen Offenbarungseid leisten und dafür 15 schneller gealtert sind. die positive Seite dabei ist, die großen Logistikanbieter sind darüber ökologisches Vorbild geworden – sie besitzen ja selber keine Fahrzeuge mehr… Preise und Medaillen haben sie vom Staat dafür schon bekommen…

Die Zukunft macht einfach neugierig.

„Worüber ich mich heute (nicht) geärgert habe…“ 09.11.

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Jaaa… das Gewissen. Wieviel ist die eine Frage, zu welchem Preis eine andere.

Die Gesetze der Physik lassen sich eben nicht aushebeln, weder real noch virtuell, weder im Stabilbaukasten noch in der Sozialität.
Aktion = Reaktion

Das gilt tatsächlich, auch wenn man daran zweifelt. Manchmal hört man sich die Ohren wund im Glauben, eine Reaktion gefordert zu haben. Ging man von falschen Voraussetzungen aus. Sagen wir mal, ein bereitwilliger Mensch ergattert einen Bürojob mit der konkreten Arbeitsaufgabe, die Fensterscheibe dünn zu gucken… Darf man wohl keine schnellen Ergebnisse erwarten.
Da stimmen dann Ziele, Mittel und Bedingungen nicht.

Deutsches Ärzteblatt, Jg 108, Heft 42, 21.10.2011, berichtet…
über eine weltweite Epidemie psychischer Erkrankungen und zitiert das World Economic Forum (WEF) und die Harvard School of Public Helth, deren Septemberbericht 2011 davon ausgeht, dass derzeitige Jahreskosten von 2,5 Billionen Dollar für psychische erkrankungen demnächst leicht auf 6,0 Billionen steigen könnten.
Schon die Aufzählung der vorhandenen und notwendigen Behandlungsressourcen läßt keinen Zweifel: sollte dies ein Ziel sein, wäre das leicht zu erfüllen.
Es gibt jetzt die “Grand Challenges in Global Mental Health Initiative” mit 400 Experten aus 60 Ländern, die in 184 Staaten zur Anwendung kommt. Dazu haben sich weitere 95 Institutionen und knapp 2000 Einzelpersonen zu einem Netzwerk “Movement for Global Mental Health” zusammengeschlossen, um die uralte “Call for Action” mit Leben zu erfüllen.
( http://www.globalmentalhealth.org )

Schade nur, dass die von der Pharmaindustrie unterstützte Suche nach der Verbesserung der medizinischen Behandlung psychischer Erkrankungen zwar auch eine Klitzekleinigkeit Prävention beinhaltet, nicht aber wirklich nach grundlegenden Ursachen für diese Krankheiten sucht.

“spiegel wissen” spricht vom “Gau für den Sozialstaat” und meint lapidar zu 50 Milliarden Behandlungskosten in Deutschland allein nur für “…ich habe Rücken…”:
Unzufriedenheit am Arbeitsplatz macht Millionen Menschen rückenkrank!
(es kam also nicht auf ergonometrische Arbeitsplatzeinrichtungen an, oder?)

Aber was soll`s?
Ein kleiner Nebensatz in einem ganz anderen Zusammenhang hat mich aufhorchen lassen.
Ich hatte mich doch kürzlich mit Eifer empört, das die Demokratieerfinder jetzt auch noch abstimmen wollen und damit einhellige paneuropäische Aufregungen zugespitzt… Hatte ich doch?

Nun im “Focus Money”, Nr. 46 vom 09.11.2011 liest sich das so:

“Doch ist die Euro-Krise so weit fortgeschritten, dass Euro und Demokratie offenbar nicht mehr zusammen, sondern nur noch alternativ zu haben sind.”

Wenn das sich rumspricht, wird Europas Elite ganz sicher gemütskrank! Wir sollten ein paar Billionen zur Behandlung in Reserve halten…

Diese Griechen

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Erst erfinden die die Demokratie und jetzt wollen die zusätzlich auch noch abstimmen…
Irgendwann reicht es auch mal.

Schulden kann man nicht verhindern, aber die Instabilität der Währungssysteme und der Finanzwirtschaft

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Für diese Behauptung braucht es keinen Merksatz, wie ihn die vorigen Einträge aufwiesen, weil das Gelächter über solche Großspurigkeit sowieso nicht vergessen werden würde, werden könnte, werden wird.

Die ganze Welt müht sich um die Rettung der Währungssysteme, hunderte Milliarden an Zahlungsmitteln wurden bereitgestellt – tausende von hochqualifizierten Fachleuten arbeiten daran.

Eben!
Tief gebückt im eigenen Garten, sich eifrig mühend, bemerkte von denen niemand, wie die Planierraupe von außen  das gesicherte Tor am Zaun niederwalzte. Gegen die Planierraupe kommen die eigenen Kräfte nicht an, da pflanzt man lieber noch schnell die geliebten Sprösslinge  um, damit jene nicht zu Schaden kommen. Vielleicht erntet man noch was. Das wird schon wieder.

Andere Lösungen sind nicht geplant.

Alternativen würden sowieso nicht funktionieren. Die sind gänzlich unmöglich. Und selbst wenn man den Irrwitz versuchte, die Auswirkungen wären desaströs. Lieber ein schon vertrautes Desaster.

Mir selber scheint das nicht so.
Statt den Finger auf das Loch im Eimer zu halten, um die Verluste zu minimieren oder letztendlich nur zu verzögern, würde ich lieber über eine n neuen Eimer nachsinnen, jedenfalls den Schadhaften nicht immer neu füllen.
„Aber da wäre ja erst einmal alles verloren!“
Jedenfalls weniger als den kaputten Eimer auf ewig weiter zu nutzen. Was ist alles?

Was spricht gegen ein gewerbliches Zinsverbot?

Huch, ich höre schon das Geschnatter. Aber mir fällt tatsächlich nichts ein, was nicht auf anderen Wegen zu lösen wäre. Jedwede  Finanzierungsform wäre auch über Beteiligung und Miteigentum und Eigentumsübertragungen lösbar.

Es ist unmöglich, vorab auf all die  e r w a r t b a r e n  Unmöglichkeitsfeststellungen einzugehen, die nicht so erwarteten wären da schon viel interessanter.
Es ist eben so, dass man sich mit einem Gedanken auf zwei Wegen auseinandersetzen kann. Unter dem Vorbehalt, dies sei alles nur Unsinn, sucht man nur das Haar in der Suppe, findet die eigenen Vorbehalte und sieht sich bestätigt. Ende. Der Gedanke war so daneben, dass man zur Hinrichtung nicht mal den Verstand anschalten mußte.
Der andere Weg wäre getragen vom „warum nicht?“ -  und schon wäre auch jedes „geht  nicht“ der Prüfung eines „warum nicht“ unterzogen und plötzlich ist es sehr anstrengend, denn zu jeder scheinbar alternativlosen Blockade würden einem  eine erhebliche Menge bisher ungedachter Alternativen einfallen.

Die Zentralbank, die Bundesbank, alle Banken sowieso würden nicht funktionieren…. Die Wirtschaft wäre nicht mehr finanzierbar, Der Staatshaushalt nicht mehr zu decken, die Sparer würden das Weite suchen – es wäre das Chaos und ein wirtschaftlicher  Kollaps! – alles Unsinn! –

Zins ist einfach nur der bequemste Weg, aus Geld wieder Geld zu machen und dies unter Ausschluss eines Beteiligungsrisikos. Gewinn ohne Verlustchance und jeder  Gewinn bezieht sich immer auf die eigene einmalige Leistung und nie auf den realen Erfolg der unterstützten Maßnahme – oder es ist die immer wiederkehrende Gebühr ohne eine erneute Gegenleistung erbringen zu müssen. Zins ist die Möglichkeit, Schulden auf Ewigkeit und in unermesslicher Höhe anzuhäufen.

Nehmen wir nur ein Beispiel: die Staatsfinanzierung. Nun ist der Staat ja sicher ein machtvolles politisches Gebilde niemals aber eine Wirtschaftseinheit. Der Staat handelt im Auftrag und ist Vermögenstreuhänder nie aber Eigner oder Kaufmann. Der Staat kann nichts verkaufen oder verpfänden ohne Auftrag und er kann nichts auf eigene Rechnung erwerben.

Und doch haben wir uns an diesen Gedanken gewöhnt, weil uns der Staat als Rechtsperson gegen uns selber in Erscheinung tritt und so  dann leichter als „böser Fremder“ zu ertragen ist.
Der Staat hat (im Auftrag) Aufgaben zu erfüllen und benötigt dafür Mittel und Einnahmen. Dafür gibt es die Steuern, Gebühren, Abgaben und Einkünfte der in seine Verwaltung übergebenen Einheiten. Dafür und nur dafür. Reichen die Mittel nicht, können Aufgaben nicht erfüllt werden. Dann bleiben die Aufgaben unerledigt. Gänzlich falsch ist es, dass der Staat sich selber zu Aufgaben verpflichtet und aus diesem Grund seinen Souverän beliebig zur Kasse bittet.  (Zum Beispiel ist es höchst zweifelhaft, ob der Staat als politisches Rechtsgebilde überhaupt Sozialaufgaben erledigen kann, die nie allgemein sondern immer konkret sind und jede einzelne unvergleichbar mit allen anderen.)

Aber zurück: Wenn der Staat niemals Eigner sein kann, kann er auch niemals Schuldner werden. Er wird finanziert von den Wirtschaftssubjekten als deren politische Vertretung er gilt. Daher hat er seine Einnahmen. Ausschließlich. Er ist nicht Unternehmer. Er ist kein Krämer. Die Erfolge der den Staat finanzierenden Wirtschaftssubjekte sind aber höchst schwankend und individuell. (Wie wollte der Staat da eine Anteilszuordnung für Schulden vornehmen?)
Es gibt nur Erfahrungen über die etwaige Höhe des Saldos aller Einnahmen. Ist der Staat aber beauftragt, Schulden aufzunehmen, zu einem Zweck, für eine bestimmten Laufzeit und in bestimmter Höhe – dann kann der Staat nicht Verzinsung für die Ewigkeit versprechen, sondern allein auf Anteile seiner erwartbaren Einkünfte abstellen und dies für einen bestimmten Zeitraum und für einen bestimmten Anteil.
Zum Beispiel sollten 1 Promille der  erwarteten Staatseinnahmen auf x Jahre die Ansprüche auf Rückzahlung und Ertrag für einen Kreditnehmer genügen. Die soll der Gläubiger auch bekommen und danach ist seine Forderung abgegolten, endgültig. Ein Geschäftsrisiko aber auch eine Geschäftschance! Punkt.
Und wenn festgelegt ist, bis zu welcher Anteilshöhe ein Staat seine künftigen Einnahmen abtreten darf, ist alles hinreichend geklärt. Mehr geht eben nicht. Unfinanzierbare Aufgaben muss der Staat ablehnen. Er ist eine politische Vertretung und kein Zocker.
Gleiches gilt für Länder und Gemeinden. Die sind zudem lokal viel konkreter und deren wirtschaftliche Kompetenz und Verflechtung ist entsprechend viel konkreter. Und jede politische Instanz bekommt ihre Aufgaben immer durchfinanziert und vollfinanziert vom Auftraggeber, sei es von „oben“  oder von „unten“. Vermischungen gibt es da nicht.
Eine politische Rechtsperson bedarf keiner Zinsen!

Aber die Anleger! Die würden ihre Gelder doch dort investieren, wo es die höchsten Zinsen gibt und niemals dort belassen, wo es überhaupt keine Zinsen gibt! – sollen sie doch! Jeder mag mit seinem Eigentum verfahren, wie es ihm beliebt.

Aber dann kann die Wirtschaft nicht atmen, deren Kreditbedarf kann nicht gedeckt werden, Investitionen sind unmöglich, Arbeitsplätze in Gefahr!  Die Firmen würden den Zinsverbotsraum verlassen! – Papperlapapp.
Das Gegenteil ist der Fall. Nie wäre ein Wirtschaftsraum interessanter. Schon heute ist jedes eingeräumtes Zahlungsziel in der Sache selber ein zinsfreier Kredit. Die Partner wissen um das gemeinsame Interesse. Und jede Kreditnahme/gabe über den Beteiligungsgedanken stärkt die Gemeinsamkeit. Scheitert die, ist Anteilseigentum ja handelbar. Zinsen sind Erpressungsoptionen, Anteilseigentum ein klares Bekenntnis.
Und wenn Firmen aus zinsfreien Zonen wegziehen, dann ist diese Region für jeden Investor nachgerade interessant, weil ohne Wettbewerber und würde zudem aus der politischen Rechtsvertretung einen erhöhten Schutzstatus genießen.
Auch eine Wirtschaftsperson bedarf des Zinses nicht.

Und die Banken? Haben Beteiligungen und Dienstleistungsgebühren.
Und die Sparer? Wissen was ihr Vermögen wert ist , das sie sparen und nicht investieren.
Auch Banken und Sparer brauchen keine Zinsen.

Ausgeschlossen jedenfalls wäre, das der Staat seinen Souverän, das Volk, darüber im Unklaren lässt, in wie weit konsumiert statt investiert oder erledigt wird und vertuschen kann, dass er schon die überübernächste Generation um ein selbstbestimmtes Leben betrogen hat, weil im Unmaß mit Schulden belastet. Und auch Währungen und Währungsräume blieben stabil, weil immer sachwertbehaftet.

Und völlig undenkbar wäre auch solch Mediengejammer, wie  im heutigen „Focus“, der da jammert, dass das Abenteuer „Euro“ bislang dem deutschen Steuerzahler netto 2500 Milliarden gekostet hat.
Spiegel und Wirtschaftswoche haben ähnliche Tonlagen drauf.
Aber so sind die Fachleute, entweder selbstverliebt in ihr mathematisches Zahlenwerk unter Absehung von zwingenden Zusammenhängen oder im relativistischen Globalzusammenhang voller Ungewissheiten. Einfach weder- noch nur flatternde Fahnen im Wind.

Was nicht begriffen wird, ist das Leben selbst. Das Leben ist eben nicht effektiv, sondern höchst verschwenderisch, dabei aber sehr nachhaltig. (Was vielleicht doch noch ein Merksatz ist)

Der Bösewicht ist tot

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Und alle Welt freut sich. Den Boss des Terrors hat es endlich erwischt. Gut so.
Da stört es nicht weiter, dass mit politischer Vernunft völlig ausgeblendet wird, dass mit staatsrechtlicher Anweisung eigentlich ein Mord begangen wurde. War eben besser so und eine effiziente Gelegenheit.
Ich will nur hoffen, dass nicht solche politische Vernunft und Gelegenheit fröhliche Urständ feiert in einem beliebigen Gerichtssaal einer beliebigen Kreisstadt. Hatten wir vor 70 Jahren ja schon mal solche Zeiten…

Aber heute ist alles anders.

1. Mich wundert, mit welchem Stolz und Wert berichtet wird, dass der Bösewicht bei seiner Exekution selber unbewaffnet war. (Schreibt nicht ein Ehrenkodex vor, es würdelos zu finden, Unbewaffnete einfach zu erschießen?)

2. Es gilt wohl nicht mehr, dass man Tote zwar vernichtet hat, eigentlich aber nicht mehr besiegen kann? (Früher fürchtete man sich vor Märtyrern noch.)

Aber warum sollte es jetzt in der politschen Welt anders zugehen als in der globalen Finanzwelt?

Befürworter und Jasager

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sind unterschiedlich. Die einen folgen ihren Erwägungen in der Sache, die anderen dem Padre-Padrone-Prinzip.
Letzteres kann Konsequenzen haben, vor denen schon vor  tausenden von Jahren im Gleichnis vom verlorenen Sohn gewarnt wurde.
(Aber Grundlagentexte wie diese oder Verfassung oder Menschenrechte liest ja heute niemand mehr, weil irgendwie  doch schon bekannt)
Jedenfalls kann man gerade heute die Auch-Folgen solchen Tuns in der nördlichen Mittelmeerregion besichtigen. Zur Südregion komme ich noch.
Nördlich der Alpen war das Padre-Padrone-Prinzip meist nur in Kombination mit der Erblast der Gefolgschaftstreue bemerkbar.

Nach dem Ende des II. Weltkriegs wurde 60 Jahre die Selbstberuhigung gepflegt, dass eigentlich niemand etwas gewusst oder getan hatte und die Beteiligten mehr oder weniger selber Opfer waren.
Mahn- und Denkmäler wurden als erinnernde Prachtschaustücke errichtet, um sich nicht erinnern zu müssen, Mahnung war sowieso nicht mehr nötig und für „mal Denken“ blieb keine Zeit.
Eigentlich wäre  Dornröschens Erwachen angesagt gewesen, zumindest seit der Publikation „Soldaten . Protokolle vom Kämpfen, Töten und Sterben“ (ISBN: 978-3-10-089434-2 ) , aber auch das Autorenpaar  ist in Gefolgschaft und beschwichtigt sofort wieder: „Die Wehrmachtsoldaten waren ganz normale Soldaten, sie haben sich auch verhalten wie ganz normale Männer.“( LVZ, 14.04.2011, s. 11)

Aber gut, nach dem Kriegsende gab es womöglich in den kommenden  Jahren bis heute mehr Tote durch Kriege als im Weltkrieg selber, was auch den anderen Verhältnissen und Bedingungen dieser längsten Friedensepoche der Menschheit geschuldet war. Jedenfalls auch im Spannungsfeld von Befürwortern und Jasagern.

Dabei schwant mir, dies könne vielleicht nur das Vorspiel zu viel Größerem gewesen sein.

Das glaubt wohl keiner sonst noch und bedarf der Erläuterung.

Einleitungsfrage:
Sollte ich nicht dort hingehen, wo ich mich wohl fühle, wo ich einen Platz unter Gleichgesinnten einnehme?
Hätte ich vor 10 Jahren noch schlicht „Ja“ gesagt, kann diese Frage heute nicht mehr beantwortet werden.
Sollte ich mich etwa unwohl  fühlen?
Nein, natürlich nicht.
Was denn dann? Wo ich mich wohl fühle, soll ich nicht sein, aber unwohl soll mir auch nicht sein?

Richtig. Denn dies ist manipulativ verdreht.
Seit Ewigkeiten konnte sich der Mensch den Auseinandersetzungen nicht entziehen und im Streit um Differenzen schliffen sich Extrempositionen ab, schufen einen Ausgleich, erbrachte eine neue Basis. Die Schlichtung von Gegensätzen erbrachte etwas Neues.
Das muss heute nicht mehr so sein oder besser gesagt, das wird immer schwieriger. Einigkeit wird immer seltener durch die Auseinandersetzung hergestellt und immer häufiger durch Ausschluss der Differenzen. Ganz ohne Streit und ohne Hader und ohne Schlichtungsnot.
Ist das nicht prima? So ohne Streit, ganz ohne Unterdrückung, ein friedliches Nebeneinander?

NEIN, ist es nicht! Es ist nicht friedlich, ist nicht unterdrückungsfrei. Und es ist ignorant!
Und besteht nicht die Gefahr, dass – wenn sich Spannungen nicht im fortwährenden Streit entladen und ausgleichen – dass sich polare Positionen so stark aufbauen, dass ein harmloser  Ausgleich nicht mehr möglich ist und sich nur blitzartig  und extrem entladen?

Man bedenke nur, ein ganzes Drittel der geschätzten 1,7 Milliarden PC-User versammeln sich zu einer starken Facebookgemeinschaft.
Welch gigantisches Netzwerk und welch multifunktioneller Informationskanal! Welche Durchsetzungsmacht!
Wahnsinn.
Man sehe nur auch bitte die gigantische Unterdrückungsmacht. Wieso das denn?

Überall kann ich mein „Gefallen“ kund tun – das Gegenteil nicht. Ich kann „Ja“ sagen, aber nicht „Nein“. Ich kann auch nicht vermitteln. Jedes „Ja“  ist absolut und zu 100%. Weniger geht nicht.
Ein fehlendes „Ja“ ist dabei beileibe kein „Nein“. Es ist der Ausschluss, das Nirvana. Es gibt keine Gegenstimme.
Niemandem muss „gefallen“ , was ihm nicht gefällt. Aber dann ist er weg. Keine Verlinkung, kein Suchpfad, keine Öffentlichkeit in der Gemeinschaft.
Und wo es keine andere Meinung gibt, besteht auch kein Bedarf zur Prüfung. Jedem seines – nur eben ohne wechselseitige Kenntnisnahme.

„ Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen“ ist das passende Sprichwort.
Zähle ich nur die gesunden Bäume, habe ich keine Vorstellung davon, wie krank der Wald sein könnte. Oder umgekehrt.

(und damit erfülle ich jenen Verweis auf das mediterrane Südufer. Die arabische Welt hat via Social Media ein geschlossenes „JA“ gegen die Diktatoren organisiert, aber keine Übereinkunft für die weitere Zukunft erzielt. Nach dem Diktatorensturz wird es schwierig)

Die große Vernetzung hat bisher keine große Veränderung in der Debattenkultur erbracht, die Veränderung besteht allein darin, dass ich mir die Gruppe aussuchen kann, innerhalb der ich einer Sache zustimme. Eine Debatte zwischen den Gruppen ist dagegen ziemlich erschwert, gar unerwünscht.
Dies spiegelt sich sogar in den offenen Foren, wenn große Medienportale über ihre offenen Kommentarfunktionen eigentlich Debatten zulassen. Zumeist finden diese nicht statt. Wie Kuhfladen auf der Wiese reihen sich Meinungen aneinander, nehmen aber höchst selten Bezug zueinander. Ein Meinungsspiegel ohne Debatte. Es wird nicht argumentiert, bestenfalls geduldet, öfter sogar denunziert.

Da tummelt man sich lieber nur im eigenen Kreis, unter Gleichgesinnten.
Wir leben in einer Welt von Jasagern und geben Befürwortern keine Chance.
Weil wir sie nicht mehr brauchen? Die Schlichter?

In der globalisierten und vernetzten Welt sollen sich eben Neinsager woanders tummeln. Nicht hier jedenfalls.

DOCH.
Hier auf dieser Seite sind abweichende Meinungen sogar erwünscht.
Und die werden nicht gezählt, sondern durchdacht…

So schnell kann man Meinung und Haltung gar nicht ändern….

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Wie sich die Ereignisse wiederholen.

1.       Die Pleite europäischer Südstaaten

Dazu zitiert  der Focus 17/2011 den FDP-Finanzexperten Frank Schäffler:

„Wir haben zwei Drittel unseres Steueraufkommens für die Staatsschulden anderer Länder verpfändet.“

Dazu:    http://blog.corporatebookstore.de/?s=griechenland

2.       Die USA sind „griechischer als die Griechen“

Dazu meint der Spiegel 17/2011 zur Budgetplanung für das laufende Haushaltsjahr:

„Selbst wenn sie das gesamte Militär abgeschafft, alle  nationalen Bildungsprogramme, alle Agrarsubventionen, jede Förderung des Wohnungsbaus, dazu noch die CIA und das FBI über Bord geworfen, alle Gefängnisse, die Küstenwache und die Grenzpolizei aufgelöst hätten, selbst dann hätte unterm Strich eine rote Zahl gestanden: 110 Millionen Dollar.“

Dazu: http://blog.corporatebookstore.de/?s=usa

3.       Die Nichtbeteiligung im Libyenkrieg hat Deutschlands Ansehen geschadet

Selbst wenn völlig unstrittig ist, ob Guido Westerwelle ein Pfeife  ist – wirft dies zumindest ein Licht auf die Tatsache, dass der Typ direkt nach der Entwöhnung von der Nuckelflasche in die Politik gegangen ist und immerhin zum Außenminister ernannt wurde – von anderen deutschen Politikern!
Dass die militärische Intervention in Libyen auch nach einer Gewöhnungsphase und trotz der UNO-Resolution ein eklatanter Verstoß gegen Satzung und Charta der Vereinten Nationen ist, hat sich nicht geändert.
Kein Mensch käme doch auf die Idee, gegen China oder an anderen 100 Brandherden der Welt zugunsten von Oppositionellen militärisch einzugreifen, oder? Und wie lange hat es gedauert, bis resolut ein Waffenembargo gegen den Diktator wirksam wurde? Schließlich wollte man sich die Geschäfte nicht verderben.

Dazu :   http://blog.corporatebookstore.de/?s=libyen

Es ist alles eine Sache des Glaubens, welche die Grundlagen des Selbstverständnisses neu ordnen und auf Wunsch zurechtbiegen.
Mal ehrlich:
Kann überhaupt ein Staat existieren, wenn er nicht mehr als Fiskalmacht sondern nur dem Namen nach existiert? Die Griechen sind doch im Dilemma, dass Sonne mit Meerblick nur im Wochentakt und mindestens billiger als ein nordalpiner Wochenendeinkauf pauschal anzubieten sind. Also mit Verlust oder überhaupt nicht. wo sollen die Kreditraten herkommen. Und das Schneeballsystem USA hängt auch nur am Glauben. Bert Brecht lässt seinen Herrn G.J. Cäsar im gleichnamigen lesestück über die eigene Geschäftsphilosophie plaudern, hat man es geschafft, richtig große Schulden aufzubauen, bekommt man von den Gläubigern immer wieder Kredit. Aber es müssen große Schulden sein, nicht die „Peanuts“ vom Immobilien-Schneider…
Naja, und die UNO… dieses diplomatische Sabberlätzchen müsste einfach mal in die große Wäsche, damit man die politische Faserung wieder erkennt.

Was ist eigentlich Basisdemokratie?

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Auch das wäre doch eigentlich einer eigenen Erörterung wert.
Im letzten Artikel direkt befragt, sage ich mal…

wenn man von “basisdemokratisch” das Demokratische wegläßt, braucht man sich nur um die Basis zu kümmern…  Eine Basis (lat. basis = Sockel; von griechisch βάσις básis = Fuß, Grundlage, Fundament) ist im Bauwesen der unterste Bauteil

So schon wieder am Endpunkt müssen wir für eine Erklärung doch wieder das Gesellschaftliche hinzufügen. Muß ja nicht unbedingt demokratiebehaftet sein.

Ganz ähnlich den ganz anderen Rätselratern

http://de.answers.yahoo.com/question/index?qid=20110307092514AAcllLW

benutze ich gern das Bild der Gesellschaftspyramide, da wäre ein hierarchische Ordnung erkennbar.

(Alterstechnisch sieht man heute eher das Bild eines Pilzes als das einer Pyramide für die Gesellschaft, doch der Pilz berücksichtigt eben nur das Alter und fußt auf sehr kleiner Basis)

Für Belange der Kompetenz wäre die Pyramide geradezu ideal. Auf der Basis eines soliden Grundes bauen sich verschlankend Fach- und Spezialkenntnisse auf und falls die Spitze nicht verschlissen ist, wär oben und einsam das rare Genie zu finden.

Wenn Demokratie auf Mehrheitsverhältnisse abzielt, wäre die Mehrheit in einer Wissenspyramide zweifelsfrei in Basisnähe und damit auf der Stufe relativer Inkompetenz zu finden.

Es geht immer darum, dass ein Vielleicht-Wissender es schafft, eine Mehrheit von denen an sich zu binden, die ihn eigentlich nicht verstehen könnten, da zu jedweder Sache die Verständigen rarer sind, als es die weniger wissende Mehrheit an der Basis.

Dafür wurde ja die Berufsgruppe der Politiker geschaffen, gleich den Werbern an der unscheinbaren Tür eines Striplokals, dass sie das Unbekannte (hier eben das Unverstehbare) ganz populär lockend und von noch unerfüllten Sehnsüchten getragen zu einer überzeugten Mehrheit verhelfen.

Und weil immer die rekrutierte Mehrheit von der Basis der bestimmende Entscheidungsfaktor ist, kann und muß von Basisdemokratie gesprochen werden.

Andere Demokratieformen werden unterschieden, z.B.

die Altgriechische (nur die Minderheit der Vollbürger zugelassen) oder

die römische Finanzdemokratie (wahlberechtigt ab Mindestvermögen) oder

die Amerikanische (wo von der Mehrheit nur nicht haftende Stellvertreter für die Wahl bestimmt werden),

die Aristokratische (siehe Wahlkönigtum) oder

die Delegiertendemokratie.

Was hat das alles mit Demos zu tun? Nun, man hat immer zwischen Volk und Pöbel unterschieden und jede Herrschaftsform behauptet ja, dem Volk zu Guten zu verhelfen….

Wenn die Erklärung nicht reicht, kann ich es auch anders formulieren:

Basisdemokratie liegt immer dann vor, wenn sich eine Mehrheit nicht verständig für eine Sache entscheidet, sondern gefühlsmäßig einer Person oder Personengruppe folgt.

“gefällt mir” heißt es neuerdings überall….

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Genau deshalb  scheinen wir ja im Übergang zu einer anderen Gesllschaftsform befindlich  zu sein, einer, wo  richtig oder falsch, gut oder schlecht nicht mehr bedeutungstragend sind und auch die Unterscheidung von gelungen oder weniger gelungen zunehmend unerheblich wird, wo nur eines zählt: das Gefühl des SEINS.

ich meine die Schwarmgesellschaft, aber darüber habe ich mich ja schon oft ausgelassen:

http://blog.corporatebookstore.de/?s=schwarm

Da sieht man es wieder…

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Die  Stützen der Gesellschaft und deren Eckpfeiler für ein solides Haus

„Nur für die Sicherheit unerlässliche Aktivitäten würden weitergehen: Gefängnisse, Polizei, Verkehrskontrollen.“

Aus: http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,755771,00.html

Hatte ich mir ja schon am 03.04. durch den Kopf gehen lassen. Das mit den Verkehrskontrollen hatte ich nicht bedacht, ist mir allerdings immer noch unklar.

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