Wie viel Gewissen darf`s denn sein?
Fair und integer handeln
Warum ist die eine Entscheidung sinnvoll, die andere aber nicht? Hier werden konkrete ethische Fragen des (beruflichen) Alltags einfach und verständlich erläutert, ohne dogmatisch zu sein. Finden Sie heraus, was Sie ethisch vertreten können und wollen. Und lernen Sie, Ihr Leben wieder in die Hand zu nehmen und Entscheidungen eigenständig zu treffen.
Inhalte:
* Praktische Entscheidungshilfe am Beispiel von 50 Alltagssituationen.
* Unterstützung für eine sinnvolle Lebensführung.
* Was common sense-Ethik bedeutet.
* Spannende Lektüre und Denkanstöße für Menschen, die selbst entscheiden wollen.
nannte man früher mal Selbstbefriedigung. Hatte damals einen anzüglichen Touch und einen Drall ins Verwerfliche. Das hat sich heute grundsätzlich geändert. Jedenfalls in der allgemeinen öffentlichen Verlautbarung. Gilt heute als absolut lebensnotwendige Zwischenstufe zu Selbstfindung und Selbstzufriedenheit und böswillig ist, wer Arges dabei denkt.
Aber ich sag mal so: Wer sich selbst befriedigt, bedarf der Hilfe anderer nicht. Man ist befriedigt zufrieden. Und jede Zufriedenheit ist ein Reset-Knopf für neue Aufgaben.
Viel wichtiger aber, diese Selbstbezogenheit schützt auch vor anderen (man weiß ja nie, was man sich einfängt!), und läßt diese anderen auch in Ruhe. Schöne heile Welt.
Wenn da nicht ein kleiner Makel wäre.
Auch die größte Zufriedenheit reicht nicht zum Leben. Man muß sich eben anbieten auf dem Markt der Eitelkeiten. Lästig aber unabdingbar.
Und auch hier sind die Änderungen zu verflossenen Zeiten sichtbar. Auf dem Markt zu schauen, was man braucht, das war einmal und ist zumindest nachrangig geworden. Man sucht nicht, sondern bietet an. Und das mit zukunftsstrahlender Verzweiflung.
Im Überangebot aber, geht der Blick für Bedürftigkeit verloren. Keine Zeit, kein Interesse, keine Muße. Wen schert schon, was ein anderer braucht, wenn es darum geht, das, was man selber überzählig hat, los zu werden und breit zu tragen. Die Selbstzufriedenheit krankt an dem Zwang , sich selber los zu werden. Im Angebot: das große Los.
Aber „Angebote“ haben einen Hang zum Ramsch. Das drückt die Stimmung.
Spezialisiert auf solche Stimmungen hat sich die Zeitschrift „Absatzwirtschaft“.
Im Septemberheft 2011 findet sich eine Kolumne von Vince Ebert, die das hinreißend beschreibt.
Seite 98 mit dem Titel: „Informiert, aber ahnungslos“
So köstlich, dass ich gern den Text im vollen Wortlaut präsentieren würde. Geht aber nicht. Nicht etwa, weil ich Urheberrechtsbedenken hätte, sondern Rücksicht und Einsicht. Schließlich ist diese
Seite der einzige substantielle Gegenwert im ganzen Heft zum Kaufpreis. Drum rum nur noch die pure Lust an sich selber… falls man dazu gehört.
Aufsichtsräten kommt in deutschen Unternehmen eine bedeutsame Schlüsselrolle zu. Über die Vorstandsebene hinaus, stehen sie in der Verantwortung, Entscheidungen für nachhaltiges Wachstum, krisenresistente Unternehmenspolitik und eine gesamtgesellschaftlich soziale Unternehmenskultur zu treffen. Für die Ausgestaltung dieser umfangreichen Aufgaben formuliert der Deutsche Corporate Governance Kodex in 5.4.1 nun ausdrücklich eine Pflicht zur ständigen Aus- und Fortbildung. Nicht nur aus dem Kodex, sondern auch aus dem eigenen Unternehmensinteresse sollten Unternehmen ihre Aufsichtsräte dabei fördern.
BOARD richtet sich an die Mitglieder der Aufsichtsräte von Aktiengesellschaften und Stiftungen sowie an Verwaltungsbeiräte und deren Berater. Unter der Herausgeberschaft des Arbeitskreises deutscher Aufsichtsrat e.V. (AdAR), liefert sie aktuelle Fachinformationen von ausgewiesenen Experten. BOARD vermittelt aktuelles Fortbildungswissen effizient. Sie ist leicht verständlich und praxisbezogen. Jede Ausgabe enthält darüber hinaus, neben interessanten Aufsätzen, Praxisbeiträgen und Rechtsprechungshinweisen, eine Zusammenfassung eines Stichwortes aus dem so genannten AR-Lexikon.
Der Internetauftritt der Zeitschrift bietet Ihnen ein Online-Archiv und eine Rechtsprechungsdatenbank. So können Sie zu jeder Zeit auf die gewünschten Informationen wie Fachartikel, Gastbeiträge oder Urteile zugreifen.
2011
Erscheinungsweise 2monatlich
jeweils zum Ende eines geraden Monats
36 Seiten
Format A4, geheftet
Jahresabo 229,00 €
Kennenlern-Abo:
3 Hefte zum Preis von 2 Heften für 80,00 € zu bestellen auf: www.corporatebookstore.de
Hier gelangen Sie zu einer zweieinhalbminütigen (2,5 Min.) Präsentation des Haufe Steuer Office Gold auf YouTube..
Unsere Empfehlung: einfach anclicken und anschauen. Besser als auf Papier lernen Sie hier das Haufe Spitzenprodukt für den Steuerberater Markt kennen.
“Selten werden Gesetzesänderungen einhellig bejubelt. Noch seltener wird eine Ausdehnung einer Gesetzesänderung auf weitere Rechtsbereiche gefordert. Beides geschieht jedoch aufgrund einer Änderung des Sozialgerichtsgesetzes (SGG).
Die Flut von Klagen vor den Sozialgerichten nimmt kein Ende. Nach den letzten offiziell veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes war zum 1.1.2009 die Zahl der anhängigen Verfahren auf 442.905 angewachsen. 10 Jahre davor, am 1.1.1999, handelte es sich um 309.272 Fälle. Selbst wenn man marginale Veränderungen in der statistischen Erfassungsweise berücksichtigt, wird eines deutlich: Die deutsche Sozialgerichtsbarkeit kämpft gegen eine dramatisch zunehmende Zahl von Verfahren.”
(Auszug: Haufe.de)
Nach der sogenannten „Hartz IV Reform“ erwartet der Markt seit geraumer Zeit dringend aktualisierte Kommentierungen im Buchformat.
Der Haufe Verlag stellt nun seinen neuen Kommentar von
Sauer: SGB II Grundsicherung für Arbeitsuchende
vor.
Erscheinungstermin: 20.06.2011
Mit dem Haufe SGB Kommentar II, bewährt in über 10 Tausend Lizenz-Anwendungen des Haufe Online Produkts „SGB Office“, der jetzt erstmals in Buchform erscheint, wird der Verlag als einer der ersten Anbieter am Markt sein.
Dieser neue praxisnahe Kommentar besticht durch seine konsequente Praxisnähe! Franz-Josef Sauer (Hrsg.)
SGB II Grundsicherung für Arbeitsuchende Kommentar zum SGB II
Neuerscheinung 2011
Buch, Hardcover, ca. 1.100 Seiten
Preis: € 69,00
ISBN: 978-3-648-01889-7
Auslieferung Mai/Juni
Zum Herausgeber:
Franz-Josef Sauer ist Verwaltungsdirektor bei der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg. Seit Anfang 2005 ist er verantwortlich für das materielle Eingliederungs- und Leistungsrecht sowie für allgemeine Rechtsfragen nach dem SGB II in der Zentrale der Bundesagentur für
Arbeit in Nürnberg. Daneben fungiert er als Autor (SGB I und III) und Herausgeber (SGB II und III) des Haufe SGB Gesamtkommentars.
Die Inhalte
Kommentierung zum SGB II: alle Vorschriften der §§ 1 bis 77 des SGB II auf dem neuesten Rechtsstand kommentiert inkl. Job-Center-Reform und Regelbedarfs-Ermittlungsgesetz.
Rechtsprechung bis 2011 in der Kommentierung berücksichtigt Angrenzende Normen:
-Regelbedarfs-Ermittlungsgesetz
-Kommunalträger- Eignungsfeststellungsverordnung
-Arbeitslosengeld II-/Sozialgeld-Verordnung
-Verordnung zur Festlegung der Kennzahlen nach § 48a des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch
-Verordnung zur Erhebung der Daten nach § 51b des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch
NEU:
Der Expertenkommentar mit allen Neuregelungen für 2011
Die Vorteile
Herausgeber Sauer ist seit Einführung des SGB II als Sachgebietsverantwortlicher Verwaltungsdirektor an der BA tätig.
Praxisnah: Im Sauer/SGB II sind Informationen und Hintergründe aus erster Hand zu den Regelungen verarbeitet, die von den Jobcentern zu großen Teilen verbindlich anzuwenden sind.
Vielgenutzt: Weit über 10.000 juristische Anwender, sowie in der Sozialverwaltung und sozialberatend Tätige greifen bereits seit Jahren auf die elektr. Fassung des Sauer SGB II zurück.
Topaktuell: Aus aktuellem Reformanlass erscheint das Werk nun erstmals auch als hochwertige, gebundene Ausgabe.
Aus „Absatzwirtschaft . Marken 2011“ März/2011, S. 38, Alexander Rauch:
„Für diejenigen, die geglaubt hatten, Marke ist gleich Werbung, bricht mit den neuen digitalen Kommunikationskanälen eine Welt zusammen.“
Das ist schon klar, der tiefe Bückling vor dem Kunden. Dem kann man jetzt nicht mehr irgendwas vorsetzen, zudröhnen und zudem noch zur Dankbarkeit auffordern, sich vom Glanz der Marke aufwerten zu lassen, obwohl doch eigentlich nur ein Schnoddel. Nein, plötzlich ist der Kunde zwar überall, nur nicht am Altar der Ladenkasse, und zudem noch mutwillig auf Bauchpinselung bedacht, aber man muss dem hinterherrennen, mit Schnäppchen ködern und auf Gnade hoffen. Zur Ware gehört das Showprogramm.
Natürlich ist das Produkt selber nicht unwichtig und darf auch nicht vernachlässigt werden, aber vielleicht eben doch auch nicht besser als der Rest vom Ramsch und deshalb bedarf es der „Markencommunity“. Mag diese möglicherweise aus Halbaffen und Spinnern bestehen, wenn die hier sind, sind die nicht beim Wettbewerber und Geld haben die auch. Der Umsatz muss stimmen. Und zwar nachhaltig. Auch morgen noch. Deshalb machen wir das.
Egal ob der Kunde Allwetterkleidung, Zahnseide oder PC-Programme haben will, ob der Routenplaner zum Schnellimbiss gefragt wird oder Omis Geburtstagsständchen, zuerst muss dem potentiellen Kunden das geboten werden, was der am meisten braucht, ob er es nun weiß oder nicht: Selbstwertgefühl und Zugehörigkeit.
Das Schöne daran: wenn auch Megaerlebniswelten bereitgestellt werden und elitäres Zugehörigkeitsgefühl gehätschelt wird, real kommt der Mob aus seinen Ghettos nicht raus und an der Bar der Business Lounge bleibt man ungestört.
Was macht eine Marke nun eigentlich aus?
Man kann darüber anderer Meinung sein, aber o.g. „Absatzwirtschaft“ zeigt es ab S. 99 am Beispiel ganz transparent:
-„ Ob Frau Palin qualifiziert ist,… sei dahingestellt“
-„Die Politikerin Palin hat alles, was eine gute Marke braucht.“
-„Erstens, ist sie hübsch. Zweitens, sie hat eine gute Figur. Damit hat sie schon fast eine Alleinstellung“
-„es kommt zunehmend auf das richtige Handwerkszeug an und weniger auf normative Inhalte“
-„nutzt Palin dabei Social Media wie Facebook und Twitter, um ihre Anhänger durch einen konstanten Nachrichtenfluss zu binden und zu mobilisieren“
-„wie jede gute Marke spricht sie die Gefühle ihrer Anhänger an“
Das scheint alles wirklich harte Arbeit mit einer gewissen Dosis an Selbstverleugnung zu sein und da kann man den Markenmachern nur Respekt zollen. Allerdings scheinen Ware und Kunde eher zweitrangig und simpel. Kunst und Können stecken in der Verführung – wen und zu was ist da gleichgültig.
Es muss doch Gründe haben, dass sich Markenbewusstsein so wandeln konnte!
Ich habe eine Weile gebraucht, bevor ich es begriffen habe.
Anfangs war ich irritiert, dass vom Kunden erwartet wurde, die Washington Post in Kleinkummersau billiger zu bekommen als am Kiosk vorm Weißen Haus. Begründung: Dortige Lokalnachrichten haben in deutschen Heidelandschaften nur einen begrenzten Gebrauchswert und auch der Inserateteil wäre eine nachlassheischende Zumutung.
Doch wie sollte das gehen? Schon jetzt waren die Überführungskosten kaum gedeckt.
Dann habe ich es begriffen.
Die Wahrheit ist, das Blatt war in Kleinkummersau nicht wirklich zu teuer, nein, es war schlicht am Kiosk in Washington einfach zu billig. Verfluchte Dumpingpreise!
Ich habe die Wettbewerbskommission informiert und mich bei der Vertriebsabteilung der Zeitung beschwert. Was glauben die denn, was hier deren Käseblatt wirklich wert ist?
Wird der GLOOM, BOOM&DOOM REPORT vom Januar 2011 überschrieben und beginnt wie immer mit einer Zitatenaufreihung:
„Die Wahrheit, die die Menschen frei macht,ist meistens die Wahrheit, die sie lieber nicht hören wollen.“
Herbert Agar
„Wenn andere mich nach der Wahrheit gefragt haben, wollten sie eigentlich nicht die Wahrheit hören, da bin ich sicher, sondern eine Illusion, mit der sie leben konnten.“
Anaïs Nin
„Ach ja, die Wahrheit. Es ist schon lustig. Alle Welt fragt immer danach, und wer sie dann zu hören bekommt, will sie nicht glauben, weil es nicht die Wahrheit ist, die man gern hören will.“
Helena Cassadine
„Es gab noch nie einen Gedanken, der die Menschen aus ihrer dummen Gleichgültigkeit wecken sollte, ohne dass der Urheber ein Spielverderber genannt worden wäre.“
Oliver Wendell Holmes
Tja, diese Publikation war schon immer wesentlich mehr, als nur eine trockene Börsenanalyse mit irgendwelchen Anlageempfehlungen…..
Wir leben in Deutschland immer von allem so weit weg, dass eigentlich nichts wirklich passiert (uns!) und höchstens als intellektuelle Übung reflektiert werden kann?
Und wir leben in Deutschland in so klar und fortschrittlich organisierten, effizient gestalteten Arbeitsteilungen, dass jeder einen überschaubaren Verantwortungsbereich hat, dass er in diesem sich einer unanfechtbaren Kompetenz sicher ist und außerhalb diesem nur bedingt mitreden kann?
Und deshalb sollen wir denen die Entscheidung überlassen, die was davon verstehen?
Aha. Zur Anmerkung:
Ich stehe einer wirtschaftlichen Nutzung der Atomkraft sehr aufgeschlossen gegenüber, trotz der belächelten halbherzigen gesetzlichen Unsinnigkeiten. *
Ich bin aber strikt dagegen, dass ein stillgelegtes, bejahrtes und veraltetes Atomkraftwerk mal so eben wieder in Betrieb genommen wird. Und bei mehreren sowieso.
ich fürchte, im Ereignisfall wohne ich dann doch nicht weit genug weg.
Und eines wußte ich sowieso schon von meiner Urgroßmutter her und mußte nicht durch kürzliche Modeliteratur erinnert werden…
Unverhofft kommt oft. Niemand kennt die Zukunft. Das Schicksal ist eigensinnig. und shit happens…
Und eines auch:
Noch niemals hat eine 100%ige Garantie nicht versagt.
Das wäre ja auch die unendliche Verlängerung des täglichen Wunder!
Aber zum Glück geht uns das alles nichts an:
- jetzt nicht, weil sich andere eine Platte darüber machen müssen… (ich will nichts darüber wissen und das wissen die Zuständigen)
- später nicht, weil es dann für uns nicht mehr von Bedeutung wäre…
Als Louis Aragon (1897 -1982), der als Lyriker und Surrealist gestartet war, seinen Romanzyklus über die „wirkliche Welt“ vollendet hatte, war er fertig mit dem realen Leben. Die „Karwoche“ war gleichsam eine Bußübung.
Danach beschränkte er sich auf richtig große Literatur. Meisterhaft.
Wiewohl die „Spiegelbilder“ mein persönlicher Favorit sind, gibt es gegen das Lebensresümee nichts zu sagen – das Leben sei nur „Theater/Roman“.
Das ist um so verblüffender, als er schon in seinen ersten Romanen ab 1920 („Anicet oder das Panorama“ oder „Die Abenteuer des Telemach“) die eigenen kommenden 60 Jahre vorausgeahnt zu haben scheint. Da half auch der Gegenversuch „Blanche oder das Vergessen“ nicht gegen an.
Alle seine Bücher sind bleibend lesbar und jeder, der versucht die schlichte Biographie dieses Autors niederzuschreiben und Anekdoten recherchiert, wird die größte Kraft dafür brauchen, sich gegen den Vorwurf zu wehren, er hätte wohl nur einen Roman geschrieben.
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